Fachwort24.com » Anglizismen » Was bedeutet „Resilienz“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet „Resilienz“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Personen, die eine gute Resilienz haben, sind gegenüber äußeren Belastungen widerstandsfähiger als andere. Resilienz kann durch Verhaltensweisen geübt werden und ist nicht angeboren, wie ursprünglich angenommen wurde. Durch bestimmte Verhaltensweisen wird die Fähigkeit geübt, mit belastenden Umständen und negativen Erlebnissen besser umgehen zu können.

Umgang mit belastenden Situationen und Widerständen

Es gibt keine einheitliche Definition für das Wort Resilienz. Das englische Wort resilience heißt zu Deutsch so viel wie Widerstandskraft und Elastizität. Es wird als psychische Widerstandskraft verstanden und bezeichnet die innere Stärke. Resilienz lässt sich erlernen und ist nicht angeboren. Viele Kinder lernen früh die Fähigkeit, Einfluss auf die Umwelt zu nehmen. Dies hat positive Auswirkungen, die sich im Erwachsenenalter zeigen. Belastende Situationen und Erfahrungen helfen dabei, eine höhere Resilienz zu entwickeln. Wichtig ist, dass es eine Fürsorgeperson gibt oder einen Familien- und Freundeskreis, welcher Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Eine beständige Beziehung hilft Kindern und Erwachsenen, Resilienz zu entwickeln und die innere Stärke aufzubauen. Nicht jeder ist im Erwachsenenalter gleichermaßen resilient. Die eigene Kindheit hat großen Einfluss hierauf. Im Erwachsenenalter kann aktiv an der Resilienz gearbeitet werden.

Stützende Faktoren wirken sich auf die Resilienz aus

Die Forschung hat herausgefunden, dass es stützende Faktoren gibt, die sich positiv auf die Resilienz auswirken können. Solche positiven Faktoren sind ein festes Wertesystem im Leben, Sicherheit in der Gesellschaft oder in der Familie und unmittelbaren Umgebung und bestimmte Charaktereigenschaften. Durch soziale Unterstützung und dem Gefühl von Sicherheit steigt die innere Stärke und Widerstandsfähigkeit gegenüber schwierigen Situationen. Diese Bezugsperson muss nicht zwingend ein Familienmitglied sein. Enge Freunde, Nachbarn oder auch Vereinskollegen können diese Sicherheit vermitteln. Durch aktives Coping und Lösungsstrategien kann Stress abgebaut und schwierige Situationen besser bewältigt werden. Wer regelmäßig meditiert, Sport treibt oder sonstige Entspannungsübungen vornimmt, kann traumatische Ereignisse besser bewältigen. Die Resilienz kann weiter durch das Bewusstmachen der eigenen Fähigkeiten und Erfolge der Vergangenheit gestärkt werden. Personen, die sich aktiv mit den eigenen Stärken und Erfolgen beschäftigen, können kommende Herausforderungen besser meistern. Ein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist wichtig. Die innere Kraft sollte sich bewusst gemacht werden. Ein positives Mindset führt zu einer verbesserten Resilienz. Risikofaktoren ergeben sich durch Stressoren wie Überstunden, Arbeitsplatzunsicherheit, mangelnde Wertschätzung, unklare Ziele und Konkurrenzkampf.

Dramatische Erlebnisse dank Resilienz meistern

Ein resilienter Mensch ist robust und hat eine große psychische Stärke. Dies zeigt sich am Beispiel der Natascha Kampusch. Trotz jahrelanger Gefangenschaft blieb sie stark und führt heute ein freies, selbst bestimmtes Leben. Ein solches traumatisches Erlebnis lässt sich dank Resilienz meistern. Ein weiteres Beispiel für einen resilienten Menschen ist Samuel Koch. Nach seinem dramatischen Unfall bei Wetten, dass ist Samuel Koch querschnittsgelähmt. Trotz des traumatisierenden Unfalls zeigt er Willenskraft und meistert diese große Lebenskrise. Heute ist Samuel Koch unter anderem als Schauspieler bei Auftritten im Fernsehen zu sehen. Diese Überzeugung, das Leben mit allen Schwierigkeiten meistern zu können, kommt aus eigener Kraft. Die Wissenschaft hat das Modell der Resilienz entwickelt. Demnach wird die Resilienz vom Stressor, Umweltfaktoren und persönlichen Ressourcen bestimmt. Das Rahmenmodell wird durch die Forschungsergebnisse von Sebastian Mauritz ergänzt. Er entwickelte die Risikofaktoren und Schutzfaktoren, welche die Resilienz beeinflussen können. Die Resilienzforschung ist nicht abgeschlossen und es wird weiter daran geforscht.

Hat dir der Beitrag gefallen?