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Was bedeutet „Nachhaltigkeit“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet "Nachhaltigkeit

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich? Gefühlt hat jeder Mensch seine eigene Definition von Nachhaltigkeit. Für den einen ist es nachhaltig, statt des Verbrennerautos auf das Elektroauto zurückzugreifen. Für den anderen ist es nachhaltiger, das Fahrrad anstelle überhaupt irgendeines Autos zu nutzen. Beim Thema Nachhaltigkeit gibt es kein richtig oder falsch, denn das ist tatsächlich Interpretationssache.

Nachhaltigkeit als Handlungsprinzip

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es um die Bedürfnisbefriedigung bei gleichzeitiger Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der umliegenden Systeme. Nachhaltigkeit ist demnach ein Handlungsprinzip, das besagt, mit den vorhandenen Ressourcen so gut es geht zu leben. Es geht also weniger um Verzicht, sondern vielmehr um eine Einstellung. Wer nachhaltig lebt, möchte die Welt so hinterlassen, wie sie vorgefunden wurde. Im Englischen wird auch von „sustainable“ gesprochen. Die Umwelt kann einen gewissen Grad an Ressourcennutzung aushalten, ohne einen dauerhaften Schaden annehmen zu müssen. Beispielsweise können Kartoffeln geerntet werden und trotzdem gibt es im Jahr drauf wieder die gleiche Ernte. Ein gesundes Maß an Verzehr ist daher kein Problem. Doch es gibt auch Negativbeispiele. Jedes Jahr werden mehr und mehr Wälder abgeholzt. Die Bäume wachsen aber viel langsamer nach, als sie gefällt werden. Bäume sind aber für die Umwelt wichtig. Im alltagssprachlichen Verständnis wird Nachhaltigkeit so interpretiert, dass etwas noch lange besteht oder nachwirkt. In erster Linie wird der Verzicht auf Plastik als nachhaltig angesehen. Statt auf Plastikstrohhalme auf Bambus zurückgreifen und statt der Plastiktüte zur Stofftasche greifen.

Nachhaltigkeit bietet Konfliktpotenzial

Mittlerweile sehen sich die meisten Menschen als nachhaltig an. Dabei trügt oft der Schein. Elektroautos beispielsweise werden in der Gesellschaft als nachhaltig anerkannt. Doch Studien kommen zu der Erkenntnis, dass die Umweltbilanz eines Elektroautos nicht deutlich besser als die eines Verbrenners ist. Erst nach 100.000 Kilometern überholt das Elektroauto den Verbrenner. Dennoch sind E-Autos im Hinblick auf den Ausstoß von Treibhausgasen nachhaltiger.

Greenwashing im Bereich Nachhaltigkeit

Immer häufiger bezeichnen sich auch die Unternehmen als nachhaltig. Doch nicht selten handelt es sich dabei um Greenwashing, indem man sich nachhaltiger macht, als man eigentlich ist. Ein Beispiel ist Aldi Süd. Diese haben im Juni 2020 einen Sneaker als klimaneutral beworben. Das allerdings war irreführend, weil der Sneaker nur klimaneutral war, weil der angefallene C02-Ausstoß durch den Kauf von Klimazertifikaten neutralisiert wurde. Als Kunde gilt also Vorsicht und selbst zu prüfen, ob ein Unternehmen tatsächlich so nachhaltig ist, wie es vorgibt zu sein. Auch das britische Mineralölunternehmen BP ist für sein Greenwashing bekannt. Das Logo beispielsweise hat sich mit der Zeit in eine grüne Sonne verwandelt. Dabei hatte BP einen sogenannten „Deepwater Horizon Skandal“. Bei diesem explodierte eine Ölplattform in Mexiko und große Mengen an Öl landeten in der Umwelt. Auch McDonalds und Nestlé können sich von Greenwashing nicht freisprechen. Auch McDonalds hat das Logo in ein grünes verwandelt. Der Nestlé Konzern geriet mit den Nespresso-Aluminiumkapseln in die Kritik, weil es sich dennoch um einen Wegwerfartikel handelt.

Nachhaltigkeit als Trendthema

Es gibt kein Bereich, der von Nachhaltigkeit nicht angetrieben wird. Mittlerweile gibt es ganze Studiengänge und jedes Unternehmen versucht nachhaltiger zu wirtschaften, oder tut zumindest so.

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