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Was bedeutet Ironie? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet Ironie

Ironie ist ein sprachliches Mittel, welches viele Menschen meist humorvoll im Alltag verwenden. Es ist auch ein gebräuchliches rhetorisches Stilmittel in der Literatur. Der Sprechende versucht dabei auf eine meist spöttische Art und Weise seine Meinung kundzutun, welcher der aktuell vorherrschenden Situation entgegengesetzt ist. Manchen fällt es dabei leichter, Ironie zu erkenne, während andere damit Probleme haben. Auch von Kultur zu Kultur ist die Anwendung von Ironie unterschiedlich. In diesem Beitrag soll es darum gehen, Ironie genauer zu erklären, Beispiele zu finden und das Wort mit anderen verwandten Konzepten zu kombinieren.

Begriffserklärung

Das Wort Ironie stammt ursprünglich aus dem Altgriechischen (eironeía) und bedeutet so viel wie: Verstellung, feiner Spott oder Vortäuschung. Aus diesen Worten und der kurzen Einleitung zeigt sich schon, worum es bei Ironie geht. Eine ironische Aussage ist meist etwas, was gegenteilig zur aktuell stattfindenden Situation und der eigentlichen Meinung des Sprechenden gesagt wird. Diese Aussage kann auch verletzend wirken oder auf Unverständnis treffen, wenn sie nicht direkt als Ironie erkannt wird.

Dabei ist vor allem die Tonalität und die Intention des Sprechenden wichtig zu verstehen, damit die Ironie auch herauskommt. Dies ist bei direkter Rede einfacher zu verstehen als zum Beispiel im Internet oder in Chats. Bei digitalen ironischen Aussagen werden aber mittlerweile bestimmte Emoticons zur besseren Signalisierung verwendet. Ironie zu erkennen ist wichtig, damit man nicht selbst in Fettnäpfchen tritt. Zudem ist es auch nicht in jeder Situation angemessen.

Kurz zusammengefasst ist Ironie etwas, bei dem man eine eigentlich theoretisch gegenteilige Aussage trifft. Meist wird dies verwendet, um eine spöttische oder abwertende Bemerkung zu machen. Ironie muss aber nicht immer direkt negativ gesehen werden. Durch die folgenden Beispiele wird die Bedeutung näher erklärt.

Beispiele und Anwendung

Eines der wohl häufigsten Beispiele von Ironie ist es, wenn etwas schief läuft und eine andere Person einen trotzdem lobt. Vor allem in dieser Situation ist der Tonfall der Aussage ausschlaggebend, um Ironie erkennen zu können. Lässt man also aus Versehen eine Tasse fallen und diese zerbricht, sagt das Gegenüber vielleicht so etwas wie „Toll gemacht.“ oder „Gute Arbeit.“. Natürlich ist dies nicht wörtlich zu nehmen, denn eine kaputte Tasse ist alles andere als etwas Gutes. Und darin steckt die Ironie.

Ein anderes Beispiel für Ironie ist, wenn man ein Problem auf viele verschiedene Art und Weisen versucht zu lösen, aber keine Fortschritte dabei macht. Ein ironischer Kommentar dazu wäre unter anderen: „Jetzt wird es natürlich klappen.“ oder „So funktioniert das auf jeden Fall.“. Dabei drückt der Sprechende aus, dass er oder sie nicht damit rechnet, dass das Problem behoben wird.

Ironie wird auch gerne als Selbstironie verwendet. Dabei trifft man eine gegenteilige Aussage über sich selbst, was intern möglichweise zu einer Selbstreflexion führt. Hat man zum Beispiel in einem Gespräch falsch gehandelt, sagt man zu sich selbst meist: „Das habe ich ja wieder gut hinbekommen.“. Dies stimmt natürlich nicht, aber zeigt, dass man den Fehler eingesehen hat und damit humorvoll umgehen kann.

Verwandte Worte und Synonyme

Eine Art, wie man Ironie umschreiben kann, ist „gespielter Ernst“. Der Sprechende tut so, als ob er die ironische Aussage ernst meint, um damit seine eigentlich Meinung zu verschleiern. Dabei versucht man jedoch, so ernst wie möglich zu bleiben.

Ein weiterer Ausdruck im Zusammenhang mit Ironie ist die „Ironie des Schicksals“. Dieser Ausdruck wird meist verwendet, wenn ein zufälliges und eher unwahrscheinliches Ereignis genau dem entgegenwirkt, was gerade passiert. Sitzt man also in der Sonne und will sich einen schönen Tag machen, an seinem einzigen freien Tag in der Woche, und dann fängt es plötzlich an zu regnen.

Sarkasmus oder Ironie?

Sarkasmus und Ironie werden oft im gleichem Atemzug genannt, beschreiben aber unterschiedliche Situationen. Sarkasmus ist in erster Linie kein Stilmittel der Literatur. Beides kann und wird aber im Alltag mit humorvollen Aussagen in Verbindung gebracht. Sarkasmus ist dabei meist direkter und aussagekräftiger und hat auch oftmals einen kritischen Unterton. Eine klare Trennung ist jedoch nur schwer zu definieren, ohne direkte Beispiele zu nennen. Es kommt dabei meist auf die Situation und die Intention des Sprechenden an.

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