- Optional bedeutet „nach eigener Wahl, nicht verpflichtend“: Man kann es tun oder nutzen, muss es aber nicht.
- Typisch sind optionale Felder in Formularen, optionale Extras beim Autokauf oder optionale Kurse im Studium.
- Das Gegenteil ist obligatorisch oder verpflichtend.
| Wortart | Adjektiv; Substantiv: die Option, die Optionalität |
|---|---|
| Aussprache | [op-tsjo-NAAL] |
| Herkunft | zu Option, lateinisch optio „freie Wahl“, von optare „wählen, wünschen“ |
| Synonyme | wahlweise, freiwillig, fakultativ, auf Wunsch, nach Belieben |
| Gegenteil | obligatorisch, verpflichtend, zwingend, Pflicht- |
| Sprachebene | standardsprachlich, häufig in Technik, Handel und Verwaltung |
Bedeutung
Was optional ist, steht zur Wahl. Es ist ein Angebot, keine Pflicht. Wer darauf verzichtet, verliert dadurch nicht die Grundfunktion: Ein Formular lässt sich auch ohne das optionale Feld „Telefonnummer“ absenden, ein Auto fährt auch ohne optionale Sitzheizung, ein Studium lässt sich auch ohne den optionalen Zusatzkurs abschließen.
Wichtig ist der Unterschied zu „empfohlen“: Optional sagt nur, dass man frei entscheiden darf. Ob es sinnvoll ist, sagt das Wort nicht. Deshalb liest man oft Kombinationen wie „optional, aber empfehlenswert“.
Herkunft
Das Wort gehört zur Wortfamilie von Option, die auf lateinisch optio „freie Wahl, Belieben“ zurückgeht. Das Verb dahinter ist optare „wählen, wünschen“, das auch in adoptieren („hinzuwählen, annehmen“) und optieren („sich entscheiden“) steckt. Das Adjektiv optional kam vermutlich über das Englische und Französische ins Deutsche und ist heute fest eingebürgert.
Verwendung
- Formulare und Websites: Felder mit dem Zusatz „(optional)“ darf man leer lassen. Pflichtfelder sind oft mit einem Sternchen markiert.
- Handel und Technik: optionale Ausstattung, optionales Zubehör, gegen Aufpreis.
- Schule und Studium: optionale Aufgaben, Wahlmodule, freiwillige Zusatzleistungen.
- Programmierung: optionale Parameter, die einen Standardwert haben, wenn man sie nicht angibt.
- Veranstaltungen: „Abendessen optional“ heißt, man kann teilnehmen, muss aber nicht.
Wenn mehrere Möglichkeiten zur Auswahl stehen, passt oft wahlweise besser: „wahlweise mit Reis oder Kartoffeln“. Wie man Alternativen elegant anbietet, zeigt der Artikel Anbei sende ich Ihnen Alternativen.
Optional, fakultativ, freiwillig: feine Unterschiede
Die drei Wörter werden oft gleichbedeutend verwendet, setzen aber leicht unterschiedliche Akzente. Optional beschreibt meist eine Sache, ein Merkmal oder einen Bestandteil, der hinzukommen kann: eine optionale Ausstattung, ein optionales Feld. Fakultativ (von lateinisch facultas „Möglichkeit“) ist die förmlichere Variante, die man in Prüfungsordnungen, Lehrplänen oder Fachtexten findet: fakultative Lehrveranstaltungen, fakultative Angaben. Freiwillig rückt dagegen die Person in den Mittelpunkt, die ohne Zwang handelt: Man meldet sich freiwillig, man spendet freiwillig.
Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: Bei Dingen und Funktionen passt optional, bei Handlungen von Menschen eher freiwillig, in amtlichen oder wissenschaftlichen Texten auch fakultativ. Sätze wie „Die Teilnahme ist optional“ und „Die Teilnahme ist freiwillig“ sind beide korrekt; der zweite klingt etwas persönlicher.
- Die Angabe der Telefonnummer ist optional.
- Die Anhängerkupplung gibt es optional gegen Aufpreis.
- Die Teilnahme am Workshop ist optional, aber sehr zu empfehlen.
- Für die Klausur sind die Zusatzaufgaben optional und bringen Bonuspunkte.
- Die Funktion kann optional in den Einstellungen aktiviert werden.
- Der zweite Parameter ist optional und hat den Standardwert null.
- Optional kann man den Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Synonyme und Gegenteile
| Wort | Nuance |
|---|---|
| freiwillig | betont die eigene Entscheidung, ohne Zwang |
| wahlweise | Auswahl zwischen mehreren Möglichkeiten |
| fakultativ | bildungs- und fachsprachlich, etwa im Studium oder Recht |
| auf Wunsch, nach Belieben | alltagssprachlich, kundenorientiert |
| zusätzlich, als Extra | betont das Hinzukommen zum Standard |
| Gegenteil: obligatorisch | vorgeschrieben, Pflicht |
| Gegenteil: verpflichtend, zwingend | ohne Wahlmöglichkeit |
Wer weitere Adjektive aus dem Lateinischen sucht, findet etwa konventionell oder alternierend.
Häufige Fragen
Was heißt „optional“ bei einem Formular?
Was ist das Gegenteil von optional?
Ist optional dasselbe wie fakultativ?
Was bedeutet „optional gegen Aufpreis“?

Mein Name ist Anatoli Bauer und ich wohne ganz im Norden von Deutschland an der Nordseeküste in Husum. 1997 bin ich mit 9 Jahren als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen. Seitdem habe ich mich leidenschaftlich gerne mit der deutschen Sprache beschäftigt und irgendwann ist die Idee zu einer Sammlung von Erklärungen für Fachwörter und Fremdwörter entstanden. Nun befinden sich hier auf Fachwort24.net über 500 Erklärungen für Fachwörter und die Sammlung wird regelmäßig erweitert.








