Skip to content
Fachwort24.com » Latinismen » Was bedeutet „quo vadis“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet „quo vadis“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet "quo vadis"?

„Wohin wird das führen?“ Eine Aussage, welche gleichbedeutend mit der lateinischen Phrase „Quo Vadis“ ist. Der Ursprung liegt nach den Erzählungen zu Lebzeiten von Jesus und seinen Jüngern. Apostel Simon Petrus sprach die Worte „Domino, Quo Vadis“. Er ließ in deutscher Sprache sinngemäß verlauten: „Wohin willst du gehen mein Herr?“ Jesus gab ihm darauf seine Antwort. Der Legende nach sagte Jesus ungefähr die Worte: „Wohin ich gehen möchte? Du kannst mir nicht dorthin folgen. Du wirst mir jedoch später folgen“. Damit sagte Jesus aus, dass er nach Rom ginge, um sich erneut kreuzigen zu lassen.

Quo Vadis und seine heutige Verwendung

Die Aussage „Quo Vadis“ wird gerne verwendet, wenn beispielsweise Organisationen in Unternehmen an einem wichtigen Wendepunkt stehen. Wohin soll die Reise des Unternehmens zukünftig gehen ? Damit wird eine schicksalhafte Zeit beschrieben, welche über die üblichen Entscheidungen hinaus gefällt werden müssen. Mit der Begrifflichkeit „Quo Vadis“ soll die Bedeutung für das Unternehmen nicht nur kurzfristig, sondern langfristig unterstrichen werden. Die angedachten Unternehmen könnten scheitern. Es geht darum, die Zukunft zu sichern. Der Ausspruch „Quo Vadis“ wird dann verwendet, wenn es sich um eine große Tragweite handelt.

„Quo Vadis“ stellt keine banale Frage dar. Niemand würde den Begriff „Quo Vadis“ verwenden, um den Kollegen zu fragen, in welche Abteilung er gerade im Konzern beabsichtigt aufzusuchen. „Quo Vadis“ drückt ein Gewicht der Entscheidungen aus. Ein Beispiel von großer Bedeutung wäre „Quo Vadis, Frankreich?“ Damit wird einer Sache Ausdruck verliehen, welche vor weitreichenden Entscheidungen steht. Die Schicksalswahl in Frankreich. Wer wird das Präsidentenamt für die nächsten Jahre begleiten? Zwei Präsidentschaftskandidaten in einem Kopf an Kopf rennen. Demzufolge handelt es sich um neue Ausrichtungen in zwei unterschiedliche Richtungen. Macron ist für ein vereintes Europa und Le Pen ist keine Befürworterin des europäischen Gedankens. Die Frage stellt sich klar: „Quo Vadis“ Frankreich?. Alternativ könnten viele Länder statt Frankreich eingesetzt werden. Die Frage hat Gewicht. Sie drückt ein Schicksal aus, so wie Apostel Petrus eine schicksalhafte Frage an Jesus stellte.

„Quo Vadis“ ging in die Filmgeschichte ein

Der in Italien im Jahre 1924 produzierte Film „Quo Vadis“ schrieb Filmgeschichte. Es handelt sich um einen Monumentalstummfilm mit Emil Jannings als Nero. Dabei handelt es sich um ein Remake zum gleichnamigen Film aus dem Jahre 1913. Der Film hielt sich nahe an der Romanvorlage. Das damalige Rom wurde von Kaiser Nero beherrscht. Der Sittenverfall war allgegenwärtig und Nero herrschte mit harter Hand. Er galt als eitel, skrupellos und grausam. Seine Frau hatte er verstoßen und heiratete Poppea. Sie war aus ähnlichem Holz geschnitzt. Doch Nero brachte sie um. In einem finalen Akt lässt Nero zum Abschluss Rom anzünden. So wollte er die schreckliche Tat den Christen zuschieben. Eine weitere Verfilmung folgte im Jahre 1951 aus den USA. Ein Film, welcher bis heute unvergesslich ist.

Skepsis und Besorgnis

„Quo Vadis“ drückt eine innere, tiefe Skepsis und Besorgnis aus. Die Schwere und das Gewicht der Aussage sind bis heute geblieben. Ob aus christlichem Bezug oder aus der Geschichte des weltberühmten Films mit Nero, es geht um entscheidende Fragen im Leben, welche keinen Aufschub verdienen und richtungsweisend auf lange Zeit sein werden. Durchaus eine Entscheidung über ein weiteres Bestehen des Vorhabens oder lieber das Vorhaben scheitern zu lassen. Eine Grauschattierung erlaubt die Antwort eher nicht.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.