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Was bedeutet die Abkürzung etc.? – Aufklärung & richtige Verwendung

Wie wird das überall bekannte „etc.“ korrekt verwendet? Eine Frage, die wohl jeder richtig zu beantworten glaubt. Doch ist die richtige Verwendung gar nicht immer so einfach, wie gedacht. Manch wichtige Grundregeln wollen gut beachtet werden.

Herkunft und Bedeutung

Die geläufige Abkürzung „etc.“ stammt aus der lateinischen Sprache und heißt ausgeschrieben „et cetera“, was soviel bedeutet wie „und die übrigen Dinge“ oder „und so weiter“.
Nicht nur in der deutschen Sprache wird das etc. verwendet, in sehr vielen Sprachen der Erde wird diese Abkürzung so, oder mit kleinen Abwandlungen, verwendet.

Aussprache

„Et cetera“ wird im Deutschen <et ‚tse:te?a> ausgesprochen. Das ist jedoch von Sprache zu Sprache unterschiedlich. Es ist eher selten, dass „et cetera“ ausgesprochen wird, der Ausdruck findet sich vor allem in geschrieben Texten. Bei Unterhaltungen wird meist die Umgangssprache angewendet und das „et cetera“ durch ein „und so weiter“ eingetauscht.

Verwendung

Das „et cetera“ wird verwendet, um dem Autor oder der Autorin eine Aufzählung zu vereinfachen. „Etc.“ als Platzhalter für weitere Aufzählungspunkte dient zur Vervollständigung einer Liste, einer Aufzählung oder eines Satzes, in der man nicht jeden Punkt explizit anführen möchte.
Einsetzbar ist diese Abkürzung jedoch nur dann, wenn eine Liste ähnlicher Dinge fortgeführt werden soll. Beispielsweise kann geschrieben werden: „Im Wald stehen Tannen, Fichten, Kiefern etc.“ Der Leser oder die Leserin versteht, dass Bäume gemeint sind und dass im Wald auch noch andere Baumarten vorkommen.

Vermieden werden sollte: „Im Wald gibt es Bäume, Pilze, Füchse etc.“ Die Dinge auf dieser Liste sind sich unähnlich und der Leser oder die Leserin weiß möglicherweise nicht, was noch gemeint sein könnte.

Wenn eine Gruppe von Menschen namentlich erwähnt werden sollen, so ist die Verwendung des „etc.“ unpassend und daher zu vermeiden.

Es ist nicht nötig, ein „und“ vor das „etc.“ zu setzen. Es kann direkt im Anschluss nach dem letzten aufgezählten Wort stehen. Laut neuer deutscher Rechtschreibung ist ein Beistrich vor dem „etc.“ nicht notwendig!

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Abkürzung nicht zu oft in einem Text vorkommt. Das beginnt den Leser oder die Leserin zu langweilen und lässt den Eindruck von Unwissenheit in Erscheinung treten – bitte sparsam mit dem Kürzel umgehen.

Sollten Sie die ausgeschriebene Variante des „etc.“, also „et cetera“ verwenden wollen, so sollte unbedingt auf die korrekte Schreibweise geachtet werden.

Beispiele

  • Einige Beispiele zur korrekten Verwendung des „etc.“ könnten sein:
  • „Felix war heute beim Autohändler. Dort hat er Cabrio, Combi, SUV etc. Probe fahren dürfen.“
  • „Löwen, Tiger, Geparden, Hauskatzen etc. gehören zu den katzenartigen Säugetieren.“
  • „Er hat oft Stimmungsschwankungen. Seine Laune ist geprägt von Wut, Freude, Trauer, Ärger etc.“
  • „Die Fernsehserie wird auf vielen deutschen Sendern, wie zum Beispiel ZDF, ARD, RTL etc. ausgestrahlt.“
  • „Heute möchte ich zum Geburtstag meiner Tochter einen Kuchen backen. Dafür stehen auf meiner Einkaufsliste Mehl, Eier, Zucker, Backpulver etc.“
  • „Folgende zählen zu alkoholhaltigen Getränken:
    Bier, Wein, Sekt, Wodka, Whiskey, Rum, Tequila, Schnaps etc.“

Synonyme und sinnverwandte Ausdrücke

Möchte man Abwechslung und Vielseitigkeit in seine Texte bringen, so kann es von Vorteil sein, Alternativen und Synonyme von „et cetera“ einzubauen.

Das bekannteste Synonym ist wahrscheinlich das „usw.“, welches für „und so weiter“ steht. Es bedeutet zwar nicht wortwörtlich das gleiche wie „etc.“, kann aber in den meisten Fällen ebenso eingesetzt werden.
Als Alternative kann ebenso „o.Ä.“ mit der Bedeutung „oder Ähnliches“ verwendet werden.
Ebenso kann „uvm.“, was soviel bedeutet wie „und vieles mehr“ als Synonym für „etc.“ dienen.

Eine sinnverwandte Variante bildet das „et al.“, welches seinen Ursprung ebenfalls in der lateinischen Sprache hat und mit „und andere“ übersetzt werden kann. Diese Abkürzung wird vor allem beim Zitieren wissenschaftlicher Arbeiten verwendet.
Die Art des Textes und der Schreibstil entscheiden, welches Kürzel am besten geeignet ist und eingesetzt werden sollte.

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