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Zur Disposition stehen – Bedeutung, Synonyme & Beispiel

Zur Disposition stehen - Bedeutung, Synonyme & Beispiel

Oft benutzen wir Wörter oder hören sie, können damit aber nichts anfangen. Wir wollen uns gut ausdrücken, nutzen dann aber Wörter und hoffen, dass der andere nicht nachfragt, was sie bedeuten sollen. Oder hören ein Wort und fühlen uns erwischt, weil wir die Bedeutung nicht kennen. So ist es bei „zur Disposition stellen“ auch gelegentlich. Was bedeutet es denn nun? Und wann nutzt man es?

Bedeutung

Das Wort „Disposition“ hat verschiedene Bedeutungen und wurde schon immer in verschiedensten Kontexten genutzt. Jemanden in den Ruhestand versetzen, zur Verfügung stehend, aber auch eine körperliche oder psychische Veranlagung kann damit gemeint sein.

Der Ausspruch „zur Disposition stellen“ hat aber eine ganz eigene Bedeutung. Hier ist fast ausschließlich von „zur Verfügung stellen“ gemeint. Disposition soll hier bedeuten, dass man etwas von der jetzigen Position wegnehmen kann und woanders platzieren darf. Das freie Verfügen über etwas steht im Mittelpunkt und dass man bereit ist, einen anderen über dieses oder jenes verfügen zu lassen.

Synonyme

Synonyme für „zur Disposition stellen“ können lauten: „zur freien Verfügung stellen“, „freigeben“, „verfügbar machen“ und so weiter. Alles, was eine Erlaubnis über ein Gut ausdrückt. Man kann mit etwas machen, was man will. Belassen oder wegnehmen. Auch „bereitstellen“ oder „öffnen für“ können als synonym zu „zur Disposition stellen“ gelten.

Beispiele

  • „Ich stelle mein Fahrzeug zur Disposition.“
  • „Das Ministerium stellte Beamte zur Disposition.“
  • „Für die EU stehen Menschenrechte nicht zur Disposition.“
  • „In China standen Menschenrechte schon immer zur Disposition.“
  • „Der Fuhrpark steht zur vollen Disposition.“
  • „Der Inhalt meines Kühlschrankes steht für dich zur vollen Disposition!“
  • „Diese Regeln stehen für die Schüler überhaupt nicht zur Disposition!“

Verwendung

Man nutzt „zur Disposition stellen“ meistens in einem öffentlichen Kontext und vor allem in einem diplomatischen Zusammenhang. Wenn eine Diktatur die Menschenrechte missachtet, dann stellt dieser Staat die Menschenrechte zur Disposition, kann diese also so lassen, wie sie sind, oder auch wegschieben, aufheben, nicht beachten. Es kann damit machen, was immer es will.

Im Alltag nutzt man diese Formulierung eigentlich kaum. Das hängt ganz von der Situation ab, aber man sollte unter jüngeren Menschen nicht so reden, denn es kann sein, dass es zu geschwollen empfunden wird, zu unverständlich und zu förmlich. Das kommt selten gut an. In einem Meeting ist das natürlich etwas anderes oder generell in einem öffentlichen Kontext.

Gut, wenn man weiß was es heißt

Aber es ist definitiv nützlich, wenn man versteht, was es bedeutet und man es nicht mit „Disput“ oder dergleichen verwechselt, denn dann kann man sich wirklich lächerlich machen und das sollte man nicht. Es gibt Worte, die sollte man kennen und erkennen, wenn man sich in der Welt bewegen will, doch nicht immer sollte man sie auch selbst benutzen, weil sie so oft einfach nicht angemessen oder zu „abgehoben“ wirken.

Dem Gefühl vertrauen

Man sollte einfach dem eigenen Gefühl vertrauen, wann man diese Formulierung nutzt oder nicht. Man kann Zeitung lesen, Nachrichten schauen und darauf achten, wann diese Formulierung wie genutzt wird. Aber Hauptsache ist, dass man versteht, was damit gesagt wurde.

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