Prank und pranken: Bedeutung, Übersetzung und Beispiele

Aktualisiert: Oktober 2026 · Anglizismus

Kurz erklärt

  • Ein Prank ist ein Streich oder Scherz, bei dem jemand hereingelegt wird. Pranken heißt: jemandem einen Streich spielen. Wer hereingelegt wurde, ist geprankt worden.
  • Das Wort kommt aus dem Englischen und wurde vor allem durch Prank-Videos auf YouTube, TikTok und Instagram im Deutschen bekannt.
  • Nicht verwechseln: die Pranken (Plural von Pranke) sind die Tatzen großer Raubtiere oder scherzhaft große Hände.
Wortart Substantiv: der Prank, Plural die Pranks; Verb: pranken, prankte, hat geprankt
Aussprache [PRÄNK], Verb [PRÄN-ken]
Herkunft englisch prank = Streich, Schabernack; Verb to prank
Übersetzung Streich, Scherz, Schabernack; pranken = jemanden hereinlegen, veräppeln
Synonyme Streich, Scherz, Ulk, Jux, Schabernack, Verarsche (derb)
Sprachebene umgangssprachlich, Jugend- und Internetsprache

Bedeutung

Ein Prank ist ein geplanter Streich: Man bringt jemanden in eine überraschende, absurde oder kurz beunruhigende Situation und löst sie dann auf, oft mit dem Satz „Das war nur ein Prank!“. Klassische Beispiele sind Salz statt Zucker im Kaffee, ein Plastikinsekt auf dem Kopfkissen oder eine erfundene Nachricht, die am Ende als Scherz aufgeklärt wird.

Im Deutschen steht Prank heute meist für Streiche, die gefilmt und im Netz geteilt werden. Daher kommen Wörter wie Prank-Video, Prank-Call (Scherzanruf) und Prankster für jemanden, der regelmäßig Streiche spielt und veröffentlicht. Das Verb pranken wird wie ein deutsches Verb gebeugt: ich pranke, du prankst, er hat sie geprankt. Ähnlich eingedeutscht sind etwa chillen oder geflasht.

Herkunft

Das englische prank ist seit dem 16. Jahrhundert belegt. Woher es genau stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Ursprünglich konnte es auch eine böswillige Tat meinen, heute bezeichnet es im Englischen vor allem einen harmlosen Streich. Ins Deutsche kam das Wort über die Internetkultur der 2000er- und 2010er-Jahre, als Prank-Kanäle auf YouTube große Reichweiten erzielten. Die Idee ist natürlich älter: Versteckte-Kamera-Sendungen und Aprilscherze funktionieren nach demselben Prinzip.

Pranke dagegen ist ein altes deutsches Wort. Es geht über mittelhochdeutsch pranke auf spätlateinisch branca „Pfote, Klaue“ zurück. Mit dem englischen Prank ist es nicht verwandt; die Ähnlichkeit ist Zufall.

Zwei Wörter, die nur ähnlich klingen prank Englisch Streich Social Media Prank-Videos ab etwa 2010 pranken Deutsch hat geprankt Nicht verwandt: die Pranke, Plural die Pranken spätlateinisch branca = Pfote, heute Tatze oder große Hand
Infografik: Prank kam aus dem Englischen über Social Media ins Deutsche; die Pranke (Tatze) ist ein altes, nicht verwandtes Wort.

Verwendung und Grenzen

„Prank“ und „pranken“ sind umgangssprachlich und klingen jung. In Gesprächen unter Freunden, in Kommentaren und Videotiteln sind sie ganz normal. In Schule, Beruf oder Zeitungstexten sagt man meist Streich, Scherz oder jemanden hereinlegen.

Ein guter Prank lebt davon, dass am Ende alle lachen können, auch die hereingelegte Person. Problematisch wird es, wenn Menschen erschreckt, bloßgestellt oder verletzt werden. Werden Fremde ohne Einwilligung gefilmt und das Video veröffentlicht, kann das gegen das Recht am eigenen Bild verstoßen. Je nach Fall können Pranks auch strafbar sein, etwa bei Nötigung, Sachbeschädigung, falschen Notrufen oder Körperverletzung. Wer nach einem Prank verärgert oder getriggert reagiert, ist deshalb nicht humorlos: Ein Streich ist nur dann lustig, wenn er für alle Beteiligten lustig ist.

Beispielsätze

Beispiele

  • „Mein Bruder hat mich gestern geprankt: Er hat die Uhr eine Stunde vorgestellt.“
  • „Keine Sorge, das war nur ein Prank!“
  • „Am 1. April wollen wir den Chef mit einem harmlosen Prank pranken.“
  • „Der Kanal ist mit Prank-Videos bekannt geworden.“
  • „Ich hasse Prank-Calls, vor allem nachts.“
  • „Der Bär hob drohend die Pranken.“ (Tatzen, nicht Streiche)
  • „Mit seinen riesigen Pranken konnte er kaum das Handy bedienen.“ (scherzhaft für Hände)

Synonyme

Ausdruck Nuance
Streich neutrale deutsche Entsprechung, auch für Kinderstreiche
Scherz, Ulk, Jux allgemeiner Spaß, nicht unbedingt mit Hereinlegen
Schabernack altmodisch-gemütlich, harmlose Neckerei
jemanden veräppeln, verschaukeln umgangssprachlich für pranken
Aprilscherz Streich speziell am 1. April
Scherzanruf deutsche Entsprechung zu Prank-Call
Typische Fehler: Das Partizip heißt geprankt, nicht „geprankd“ oder „gepranked“. Der Plural von Prank ist Pranks. Wer „Pranken“ schreibt, meint im Deutschen eigentlich Tatzen; für mehrere Streiche heißt es also „Pranks“.
Merksatz: Pranks sind Streiche, Pranken sind Tatzen.

Häufige Fragen

Was heißt Prank auf Deutsch?
Streich, Scherz oder Schabernack. Pranken bedeutet entsprechend, jemandem einen Streich zu spielen.
Wie schreibt man geprankt?
Geprankt, wie ein deutsches Partizip: ich habe dich geprankt. Englisch hieße es pranked.
Was ist ein Prankster?
Jemand, der gern und oft Streiche spielt. Heute meint man damit meist Personen, die Prank-Videos drehen und veröffentlichen.
Was sind Pranken bei Tieren?
Die großen, kräftigen Vorderpfoten von Raubtieren wie Löwe, Tiger oder Bär. Scherzhaft nennt man auch sehr große Hände eines Menschen Pranken.

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