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Autorität untergraben – was bedeutet das? – Synonyme & Beispiel

Autorität untergraben

Autorität ist ein Begriff, der in verschiedener Weise verstanden wird. Bevor also ein Gespräch darüber beginnt, sollte geklärt werden, in welcher Art darüber gedacht wird. Im folgenden Artikel soll Autorität als die Fähigkeit verstanden werden, für seine Haltung und Meinung einzustehen. Die Person, die mit Autorität auftritt, macht deutlich, dass sie sich ihrer Position sicher ist. Lehrer*innen mit Autorität werden daher von den Schüler*innen weniger oft infrage gestellt. Der Begriff des autoritären Verhaltens muss davon klar unterschieden werden. Dieses Benehmen zeichnet sich dadurch aus, dass ein starkes Gefälle zwischen zwei Personen provoziert wird. Eine Lehrperson, die in der Art auftritt, macht den Kindern deren Machtlosigkeit immer wieder deutlich. Gehorsam und Unterwürfigkeit sind, dann stetig die hervortretenden Eigenschaften der Beziehung.

Autorität eines anderen untergraben:

Wer die Glaubwürdigkeit einer anderen Person untergraben will, wird sich selber in einer schwachen Position wahrnehmen. Damit die Stärke der Autorität genommen werden kann, müssen falsche Konstrukte gebildet werden. Dies ist dann besonders effektiv, wenn die Lüge nur schwer entkräftet werden kann. Beginnen Schüler*innen mit Mobbing, kann das ihr grundsätzliches Vorgehen darstellen. Der gemobbten Person werden Verhaltensweisen und Fehler vorgeworfen. Oft geschieht dies anfangs so, dass die beschuldigte Person nur die Reaktionen der anderen Gruppenmitglieder bemerkt. Der Hintergrund bleibt zuerst verborgen. Die eigenen Aussagen werden plötzlich nicht mehr ernst genommen. Die Vorwürfe führen dazu, dass die Autorität schwindet.

Autorität selber untergraben:

Es kommt sehr häufig vor, dass Lehrpersonen die eigene Autorität untergraben. Dies geschieht oft dann, wenn das eigene Handeln im Widerspruch zu den erklärten Erwartungen an das Verhalten anderer Personen steht. Eine Lehrperson, die mit den Kindern unfreundlich und herablassend spricht, von denen aber immer wieder Freundlichkeit und Respekt einfordert, ist nicht glaubwürdig. Wer selber regelmäßig unpünktlich kommt, aber bei anderen auf Pünktlichkeit besteht, wird ebenso seine Autorität untergraben.

Autorität ist das Gegenteil von autoritärem Verhalten:

Häufig werden diese beiden Begriffe gleichgesetzt. Dabei beschreiben sie einen deutlichen Gegensatz. Lehrer*innen oder Eltern, die autoritär sind, geben beständig die Regeln vor. Dies sind dann die Gesetze, nach denen jederzeit gehandelt werden muss. Das eigene Vorgehen spielt dabei keine Rolle. Kinder haben niemals das Recht, eine autoritäre Person zu hinterfragen. Wird es dennoch getan, reagiert diese darauf mit einer Strafe. Auf alten Schulbildern ist immer ein Stock in der Nähe des Lehrerpults. Mit ihm wurden solche „Fehler“ der Kinder körperlich bestraft. Diese Zeiten gehören glücklicherweise der Vergangenheit an. Autoritäres Verhalten leider aber nicht. Heute werden „ungehorsame“ Schüler*innen nach wie vor der Klasse verwiesen oder verbal herabgesetzt. Autoritäres Verhalten wird immer von den Personen gezeigt, die wenig oder keine Autorität besitzen. Die eigene Rolle in einer Gruppe wird durch Macht und Angst bestimmt. Sie haben die mächtige Position im Gruppengefüge inne. Sie können Strafen verteilen. Die anderen Personen in der Gruppe setzen die Forderungen aus Angst davor um.

Beispiele für autoritäre Gruppenstrukturen:

Viele der Ansammlungen von Menschen, die durch eine klare Hierarchie organisiert sind, werden autoritär regiert. Gangs haben einen klaren Anführer. Er oder sie hat sich beweisen müssen. Wurde die Machtposition eingenommen, müssen die übrigen Gruppenmitglieder immer wieder ihren Gehorsam deutlich machen. Sekten, Parteien und Regierungen können solchen autoritären Führungsstil besitzen.

Autorität wieder herstellen:

Wurde die eigene Autorität von anderen Personen untergraben, ist es wichtig, aktiv darauf zu reagieren. Zunächst sollte das Gespräch mit den Menschen gesucht werden. Dabei können Fehleinschätzungen richtiggestellt werden. Wird das von der Gruppe nicht angenommen, ist es notwendig, dem eigenen Anspruch weiterhin treu zu bleiben. Wurde zum Beispiel ein Lehrer fälschlich eines Fehlers im Verhalten beschuldigt, kann er klarstellen, dass er nicht stattgefunden hat. Wird das von den Kindern nicht geglaubt, sollte er weiterhin freundlich und klar mit den Kindern kommunizieren. Dabei muss er achtsam sein, nicht in eine Verteidigungshaltung zu verfallen. Die eigene Stärke und Offenheit werden dem Vorwurf mit der Zeit die Grundlage entziehen. Damit wird die eigene Glaubwürdigkeit wiederhergestellt.

Fazit:

Echte Autorität kann nur schwer untergraben werden. Eltern und Lehrpersonen, die diese besitzen, werden von den Kindern als Schutz und Stütze erlebt. Die Verlässlichkeit gibt den übrigen Gruppenmitgliedern Sicherheit und Stärke. Sollten Unklarheiten aufkommen, dürfen Menschen mit Autorität direkt angesprochen werden. Das Hinterfragen ihrer Position und der ehrliche Umgang damit stärkt die Autorität. Das Erleben einer solchen Führungsperson lässt auch bei den Kindern natürliche Autorität heranwachsen.

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