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Was sind Animositäten? – Bedeutung, Synonyme & Beispiele

Was sind Aminositäten

Der Begriff der Animosität ist im 17. Jahrhundert aus dem französischen Sprachraum nach Deutschland gekommen. Während er in der romanischen Ursprungsform als „animosité“ jegliche Form der Leidenschaftlichkeit bezeichnete, und auch der lateinische Vorgänger „animositas“ nicht notwendigerweise auf eine negative Charaktereigenschaft zurückzuführen war, sondern jede Form der exzessiven Energie beschreiben konnte, hat sich das Wort in der deutschen Interpretation ganz ins Negative gewandelt. Es bezeichnet hier nur noch die „Feindseligkeit“. In der deutschen Verwendung kann der Begriff Animosität einen langwierigen, schwelenden Konflikt zwischen Individuen oder Gruppen beschreiben. Grundsätzlich kann das Wort auch verwendet werden, um Konflikte oder Streitigkeiten zwischen Staaten oder Ländern zu bezeichnen, die allerdings keinen kriegerischen Charakter haben.

Animositäten als Kleinkrieg

Tatsächlich hat der Begriff in der heutigen Verwendung auch eine fast schon ironische Komponente – wenn man von Animositäten zwischen Nachbarn spricht, so meint man eher so etwas wie einen (möglicherweise) lächerlichen Kleinkrieg. Der Kontext, der mit dem Wort „Animositäten“ evoziert wird, erzeugt beim Hörer die Vorstellung einer andauernden „niederschwelligen“ Feindseligkeit, die nicht notwendig zur Eskalation führt, solange sich die zerstrittenen Parteien aus dem Weg gehen. Der oben erwähnte Nachbarschaftsstreit, der sich immer wieder an geringfügigen Auslösern entzündet, oder der Konflikt, der einen in so vielen Fällen mit der eigenen Schwiegermutter verbindet, sind typische Anlässe, um das Wort Animositäten zu nutzen. Will man andere Fremdwörter als Synonyme nutzen kann man sich beispielsweise an Wörter, wie Antipathie oder Aversion bedienen.

Animositäten als niederschwellige Gruppenkonflikte

Nicht selten wird das Wort auch in wenig konkreter Form benutzt, um auszudrücken, dass es in einem Kollektiv Schwierigkeiten gibt. Beispielsweise könnte ein Journalist davon sprechen, dass in einer Sportmannschaft deutliche Animositäten spürbar sind und würde damit eine Intuition oder ein Gefühl aussprechen. Die Streitpunkte sind bei Animositäten weder für die Außenstehenden, noch für die Betroffenen einfach zu definieren – es handelt sich um ein Grundgefühl, das nicht klar ausgesprochen ist und immer wieder in unspezifischer Form an die Oberfläche tritt. Will man den Begriff noch genauer definieren, so kann man die Antonyme, also die Gegenbegriffe, in die Analyse mit einbeziehen. Das Gegenteil von Animositäten wäre beispielsweise die Sympathie, die ein niederschwellig positives Gefühl beschreibt, welches dauerhaft oder zumindest über einen langen Zeitraum hinweg besteht. Ebenso, wie sich Animositäten nur schwer aus der Welt räumen lassen, ist auch die Sympathie ein beständiges Grundgefühl, das einen mit einer anderen Person oder einer Gruppe verbindet, ohne dass sich die tiefere Ursache dieser Verbindung definieren oder klar aussprechen lässt.

Fazit

Animositäten sind langwierige und niederschwellige Konflikte oder Antipathien, deren Ursache sich nicht immer gut erklären lässt. Interessanterweise hat sich die Semantik des Wortes seit seinen fremdsprachlichen Ursprüngen in ein Wort mit rein negativer Bedeutung verwandelt. Die Vorläuferformen konnten sowohl in positiver, wie auch in negativer Weise verwendet werden und haben jeweils aktive und lebendige Gefühlszustände beschrieben. Die zugrunde liegende Worte „animus“ oder „animositas“ bezeichnen ja zunächst einmal nur etwas Belebtes in Abgrenzung von unbelebten Objekten. Schließlich sollte man noch erwähnen, dass das Wort „Animositäten“ im Deutschen einen etwas altmodischen Klang hat seine Verwendung aus diesem Grund auch ironisch klingen kann.

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