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Was sind Adresszusätze? – Bedeutung & Beispiele

Was sind Adresszusätze

Musste man noch nie einen Adresszusatz angeben, stellt man sich möglicherweise diese Frage. Oder aber man macht sich erst gar keine Gedanken dazu, wieso auch wenn man damit nichts am Hut hat? Macht man sich diese aber doch, wird wohl zunächst überlegt, ob man das wirklich braucht. Wenn ja: Wo und wann denn genau? Das zu hinterfragen macht Sinn, spätestens dann, wenn man Briefe und Pakete nicht nur an gängige Adressen versendet. Das passiert eigentlich jedem mal im Leben. Und wo genau das vorkommen kann, wird hier einmal näher betrachtet.

Wie läuft es normalerweise ab?

Im Normalfall gehen Briefe und Pakete an eine/n Firma/Betrieb oder Personen. Dazu braucht es dann eigentlich auch nur die Adresse. Diese besteht aus dem Namen der Firma oder der Person, der Straße und Hausnummer, sowie der Postleitzahl und dazugehörigen Stadt. Oder aber aus Name und Postfach, abschließend Postleitzahl und Stadt.

Nun kann es aber aus diversen Gründen sein, dass das nicht ausreicht und man genauer definieren muss, an wen die Post eigentlich soll.

Gehen wir gemeinsam ein paar Beispiele durch:

Lebt Ihr Empfänger zum Beispiel zu der Zeit in einem Hotel, reicht es nicht aus die Adresse des Hotels anzugeben. Hier kommt besagter Adresszusatz zum Einsatz. Neben dem Namen kann die Zimmernummer dafür sorgen, dass der Brief schneller zugeordnet wird.
Es kann aber auch sein, dass Ihr Brief zum Beispiel an einen Beamten beim Standesamt soll und explizit für seine Hände gedacht ist. In einem solchen Fall ergänzt man den Zusatz z.Hd. was ganz einfach „zu Händen“ bedeutet, oder auch o.V.i.A, was für „oder Vertreter im Amt“ steht. Das macht Sinn, wenn man den genauen Namen des zuständigen Vertreters nicht kennt – einleuchtend!
Und dann gibt es auch Mieter, die ihre Wohnung an Untermieter vermieten. Auch in einem solchen Fall hat der Adresszusatz seine Berechtigung.

Kennen Sie das?

Vielleicht waren Sie ja sogar selbst einmal ein solcher Empfänger. Möglicherweise waren Sie eine Weile bei Bekannten oder Verwandten untergekommen. Der eigene Name stand nicht an der Türe, nicht am Briefkasten, auch nicht an der Klingel, dennoch aber mussten Sie dort Post empfangen. Wissen Sie, was in einem solchen Fall als Zusatz genommen wird? Der ein und andere wird es vielleicht auch schon einmal gesehen haben und realisiert es jetzt erst. Es ist der Zusatz c/o – was englisch ist und genaugenommen care of bedeutet – und stellt sicher, dass ihre Post zu ihren Händen geht, auch wenn ihr Name nicht am Briefkasten steht und der Absender in erster Linie den Namen des eigentlichen Bewohners angeben muss. Auch hier also löst der Adresszusatz das „Problem“ und sie dürfen sich über Ihre Post freuen, die Sie sicher erreicht – oder auch nicht, wenn es sich um hohe Rechnungen handelt 😉

Wir sehen, Adresszusätze machen durchaus Sinn. Es kann für jeden von uns mal bedeuten, dass wir einen brauchen, ob als Absender oder Empfänger.

Kurz noch sei erwähnt, dass es wichtig ist einen solchen Zusatz mit dunkler Farbe auf hellen Untergrund zu schreiben und zu beachten, dass es nicht abgerieben werden kann. Es bedarf ansonsten keiner weiteren Hervorhebungen. Damit sind Sie bestens gewappnet, sollten Sie einmal einen solchen Zusatz brauchen.

In diesem Sinne, frohes Zusätzen!