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Was ist eine Personifikation? – Definition, Wirkung & Beispiele

Was ist eine Personifikation

Stilmittel werden von Autoren genutzt, um einen gewissen Aspekt hervorzuheben oder um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Besonders in der Poesie, aber auch in Sachtexten und Romanen finden Stilmittel Nutzung. Durch den Einsatz von Stilmitteln ist es Autoren möglich, Argumente verstärkt hervorzubringen, einen Text unterhaltsamer oder verständlicher zu gestalten – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Geschickt eingebaute rhetorische Mittel können den Text erheblich aufwerten und sind daher nicht außer Acht zu lassen.

Was ist eine Personifikation?

Zu den beliebtesten rhetorischen Mitteln zählt die Personifikation. Doch was ist eine Personifikation konkret?
Die Personifikation dient dazu, abstrakte Aspekte zu vermenschlichen, das heißt, bestimmte Dinge in einem Text werden als Personen dargestellt. Die Personifikation stellt hierbei eine Art der Metapher dar. Personifikationen führen dazu, dass Dinge, die nicht lebendig sind, so dargestellt werden, als wären sie Personen, die bestimmte Handlungen ausführen könnten, die eigentlich nur Lebewesen tun könnten.

Welche Wirkung wird durch eine Personifikation erzeugt?

Durch den Einsatz von einer Personifikation wird dem Text mehr Anschaulichkeit verliehen, da es dem Leser ermöglicht wird, sich ein konkretes Bild anhand der Personifikation vorzustellen. Des Weiteren wird dem Text mehr Lebendigkeit eingehaucht, wenn Personifikationen Anwendung finden. Dies liegt daran, dass Handlungsweisen beschrieben werden. Außerdem kann durch eine Personifikation ein gewisses Tempo ausgedrückt werden, beispielsweise wenn es heißt „Die Zeit rennt“. Da die Zeit kein Lebewesen ist, kann sie demnach natürlich nicht rennen. Somit ist klar und deutlich, dass es sich um das Stilmittel Personifikation handeln muss. Da „Rennen“ ein schnelles Laufen benennt, können die Leser verstehen, wie der Satz gemeint ist, nämlich dass die Zeit sehr schnell vergeht. Auf diese Art und Weise kann dem Text durch den Einsatz von Personifikationen Tempo verliehen werden. Durch die beschriebene Handlungsweise verleiht die Personifikation dem Text gleichzeitig dazu noch mehr Lebendigkeit. Des Weiteren wird der Text ausdrucksstärker, da dem Leser klare Bilder übermittelt werden, die einen exakten Eindruck bei ihm hinterlassen.

Was sind Beispiele für eine Personifikation?

„Die Zeit steht still“, „Der Wind heult“ oder „Die Sonne lacht“ sind eindeutig Personifikation. „Die Zeit steht still“ wird verwendet, wenn ausgedrückt werden soll, dass sich der Moment anfühlt, als würde die Zeit nicht weiter voran schreiten. Diese Personifikation wird beispielsweise genutzt, wenn dem Protagonisten im Text ein bedeutungsvolles Geschehnis widerfahren ist. welches ihn so ergreift, dass es sich anfühlt, als würde die Zeit nicht weiterlaufen. „Der Wind heult“ stellt eine Personifikation dar, die sehr häufig in Schauergeschichten Anwendung findet. Sie soll das Geräusch verdeutlichen, welches der Wind auslöst. „Die Sonne lacht“ ist hingegen eine Personifikation, die ausdrücken soll, dass die Sonne scheint und eine positive Atmosphäre herrscht.

Das Fazit

Personifikationen werden verwendet, um dem Leser klare Eindrücke zu vermitteln. Des Weiteren ist es möglich, anhand von Personifikationen Lebendigkeit in einen Text einzubringen, der somit gleichzeitig unterhaltsamer wirkt. Personifikationen stellen eine Unterart der Metapher dar und verleihen unlebendigen Dingen eine lebhafte Handlungsweise, wodurch es dem Autor möglich ist, Aspekte lebhaft und klar zu kommunizieren. Auch die Stimmung oder Atmosphäre kann durch eine Personifikation hervorgehoben oder deutlich gemacht werden. Angewandte Personifikationen sind besonders in der Poesie, aber auch in Sachtexten und Romanen zu finden.

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