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Was ist ein „Begünstigter“? – Aufklärung, Beispiele, Synonyme

Was ist ein "Begünstigter"? - Aufklärung, Beispiele, Synonyme

Wörter sollte man kennen, denn man kann sie nur dann wirklich verwenden, verstehen und an die richtige Stelle einer Unterhaltung, eines Antrags oder eines Satzes stellen, um sich gebührend mitzuteilen und das zu kriegen, was man möchte. Auch das Wort „Begünstigter“ sollte man kennen.

Dinge sind günstig für einen

Günstig heißt, dass etwas zum eigenen Vorteil ist, dass man einen Vorteil genießt oder sonst wie eine Chance auf etwas hat. Und das ist etwas Gutes. Und so ist es auch gut, wenn man ein Begünstigter von etwas ist, denn das heißt gemeinhin, dass man etwas bekommt, Geld oder eine Chance auf etwas anderes. Für einen Begünstigten ist ein Umstand also günstig.

Verwaltungsakte

Das Wort „Begünstigter“ findet sich vor allem in Verwaltungsakten wieder und wird hier auch benutzt, weil es relativ klar verständlich ist und auch von normalen Menschen, die sonst nicht im Behörden- oder Versicherungs- oder Bankgeschäft sind, verstanden werden kann. Tätigt man zum Beispiel eine Überweisung, so muss man einen Begünstigten für das Geld angeben, das man überweisen möchte. Derjenige, der der Begünstigte ist, kriegt also Geld und hat damit natürlich einen Vorteil, hat etwas bekommen.

Aber dasselbe gilt auch für Versicherungen. Entsteht einem ein Schaden, kann man Versicherungsleistungen erhalten. Etwa Begünstigte einer Lebensversicherung werden diese Versicherung ausbezahlt bekommen und bekommen auch hier etwas. Oder wenn ein Sachschaden entsteht, kriegt man den Schaden von einer Versicherung ersetzt und ist auch hier ein Begünstigter.

Stiftungen

Eine Institution, ein Verein, eine Einzelperson oder sonstige Einrichtung kann auch Begünstigter einer Stiftung sein und daraus gefördert werden und Zuwendungen erhalten. Viele Stiftungen sind genau zu diesem Zweck gegründet worden, um andere Personen oder Einrichtungen zu einem Begünstigten zu machen.

Straftat

Begünstigung kann eine Straftat sein. Wenn man einem Straftäter dabei hilft, ein Verbrechen zu begehen oder die Vorteile eines solchen Verbrechens für sich zu behalten, dann ist der Straftäter in diesem Fall der Begünstigung der Begünstigte und kann sich daher auch das nehmen, was er aus seiner Straftat gewonnen hat. Begünstigung ist in diesem Falle Strafbar und kann je nach Schwere mit Geld- oder gar mit Haftstrafen geahndet werden.

Testament

Natürlich ist auch ein Erbe ein besonderer Begünstigter. Es zählt zu den Verwaltungsakten, soll hier aber extra aufgeführt werden, da es für Menschen im besonderen Maße wichtig ist. Der Erbe wird als Adressat eines Testaments und damit als Begünstigter des Erbes eingesetzt und ist damit Erbe. Auch hier erhält man etwas, was andere nicht kriegen.

Synonyme

Ein verbreitetes Synonym für Begünstigter ist vor allem im Stiftungswesen das Wort „Destinatär“. Es leitet sich aus dem Französischen für „bestimmen“ ab und bezieht sich genau auf den Zweck. Jemand wurde bestimmt, von einer Stiftung unterstützt zu werden.

Auch das Wort „Adressat“ ist ein Synonym für einen Begünstigten. Denn wenn man zum Beispiel eine Überweisung tätigt, muss man einen Empfänger angeben, damit das Geld korrekt ankommt. Wie bei einem Brief oder einem Paket, nur bei der Post nennt man es nicht einen Begünstigten, sondern bleibt beim Wort Adressat. Aber es ist dasselbe. Wer begünstigt, der will etwas losschicken und der Begünstigte soll es erhalten.

Im weiteren Sinne kann man auch das Wort „Vorteilsnehmer“ als Synonym verstehen und so nutzen. Denn nichts anderes tut ein Begünstigter, er kommt in den Genuss eines Vorteils, den andere so nicht haben.

Einfaches Wort, aber richtig nutzen

„Begünstigter“ ist ein relativ einfaches Wort, was oft genutzt wird, da es nicht weiter erklärt werden muss. Jeder Mensch weiß, was es bedeutet, ein Begünstigter einer Versicherung zu sein oder eines Testaments und jeder will gern Begünstigter sein. Jeder hat eine Überweisung getätigt und kennt „Begünstigter“ ebenso wie „Verwendungszweck“. Aber man sollte den Begriff dennoch immer richtig verwenden. Und den wenigsten ist vermutlich klar, was es bedeutet, wenn man im strafrechtlichen Sinne ein Begünstigter oder ein Begünstigter ist. Es ist also nicht immer ein positiver Begriff, aber doch meistens, denn es erlaubt einen, einen Vorteil zu genießen und etwas zu bekommen, was man vorher nicht hatte. Man hat etwas, was andere nicht haben und worauf andere vielleicht neidisch sein könnten. Die Dinge sind günstig für einen, Umstände sind günstig. Wenn das der Fall ist, dann ist man immer auch ein Begünstigter.

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