Skip to content
Fachwort24.com » Abkürzungen » Was heißt EDEKA? – Bedeutung & Aufschlüsselung des Namens

Was heißt EDEKA? – Bedeutung & Aufschlüsselung des Namens

Was heißt EDEKA

Nahezu jedem Konsumenten in Deutschland ist der Name „EDEKA“ ein Begriff. Zuerst fallen einem die zahlreichen EDEKA Supermärkte ein, doch woher der Name stammt und was er bedeutet, wissen nur wenige Verbraucher. Die Bezeichnung steht für Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler. Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen Unternehmensverbund, der genossenschaftlich im Einzelhandel organisiert ist.

Die Namensgebung erfolgte im Deutschen Reich

EDEKA ist ein Traditionsunternehmen, das 1898 im Halleschen Torbezirk zu Berlin gegründet wurde. Zu dieser Zeit stand das aufstrebende deutsche Kaiserreich in voller Blüte. 21 Kaufleute schlossen sich zu einer Einkaufsgenossenschaft zusammen und nannten diese „E. d. K.“, mit der Bedeutung: Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler. Bereits 1911 wurde aus „E. d. K.“ das Unternehmen EDEKA.

EDEKA wird zum Markennamen

Anfangs des 20. Jahrhunderts erfuhr die Einkaufsgenossenschaft ein starkes Wachstum, wofür die Entwicklung und der Vertrieb eigener Produkte ausschlaggebend waren. Schon bald konnte der Bedarf nicht mehr durch die Produktion durch Fremdfirmen gedeckt werden und EDEKA entschied, eigene Produktionsbetriebe aufzubauen. Das Vorhaben gelang und bereits 1914 wurde in Berlin eine eigene Bank gegründet, die „Edeka-Bank„. Heute ist das Unternehmen in vielfältigen Vertriebslinien engagiert. Darunter sieben regionale Großhandelsbetriebe, internationale Kooperationen und sonstige Unternehmen und Investitionen.

Der Name EDEKA wurde schnell mit einem vielfältigen Warenangebot aus Übersee bekannt

In der Kaiserzeit bestand rege Nachfrage nach Kolonialwaren wie Reis, Kakao, Zucker, Kaffee, Tee, Zigarren und anderen Gütern. EDEKA spezialisierte sich auf den Handel mit den Kolonien, sodass das Unternehmen bereits zur Gründung der eigenen Bank einen jährlichen Umsatz von 10 Millionen Deutschen Reichsmark generierte. Handel wurde mit Ländern wie Kenia, Brasilien, Vietnam, Indonesien und Kuba betrieben. Die Produkte waren häufig sehr kostspielig und somit nur der besser verdienenden Bevölkerungsschicht vorenthalten.

Seit den 1950er Jahren ist EDEKA den deutschen Verbrauchern ein geläufiger Begriff

Bereits 1963 existierten rund 45.000 EDEKA-Geschäfte. Anfänge machten Fruchtkontore, die in München, Hamburg, Frankfurt am Main und in Bochum eröffnet wurden. EDEKA nutzte das Aufkommen der Selbstbedienung in Deutschland und stieg in das Non-Food-Geschäft bereits Ende der 1950er Jahre ein.

EDEKA ist gleichbedeutend mit Deutschlands größter Lebensmittelhändler

EDEKA verfügt heute über ein besonders dichtes und flächendeckendes Netz an Supermärkten in Deutschland. Das Unternehmen wird als ein sogenannter „Handelsriese“ bezeichnet und verfügt mittlerweile über 11.000 Märkte. Rund 380.000 Arbeitnehmer arbeiten für den Konzern, der jährlich mehr als 50 Milliarden Euro umsetzt.

Wie steht es um den Namen EDEKA in der Zukunft?

Es ist stark davon auszugehen, dass der Name „EDEKA“ noch in Jahrzehnten ein Begriff sein wird, denn der Konzern expandiert noch immer und dass das so bleibt, dafür ist die EDEKA-Zentrale verantwortlich, die sich um die Weiterentwicklung der eigenen Marken und um die Steuerung des Warengeschäftes kümmert. Mittlerweile werden über 6000 Märkte von selbstständigen Kaufleuten betrieben. Für die Zukunft ist EDEKA ausgezeichnet aufgestellt und ist als eines der wenigen Unternehmen weltweit in der Lage, alles aus einer Hand zu liefern.

Hat dir der Beitrag gefallen?