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Was genau ist anaboles Licht? – Aufklärung

Was genau ist anaboles Licht

Der Begriff „Anabol“ kommt ursprünglich aus dem griechischen und bedeutet eigentlich Vertagung oder Aufschiebung. Heutzutage wird er vor allem in Bezug auf Stoffwechselprozesse benutzt, bei denen Muskelgewebe aufgebaut werden soll. Das Gegenteil zu anabol nennt man katabol. Bei Sportlern wird in einer anabolen Phase also Muskelgewebe aufgebaut, während eine katabole Phase zum Gewebeabbau führen soll.

Der Muskelaufbau geschieht überwiegend durch eine Ernährung mit erhöhter Proteinaufnahme. Es gibt jedoch auch synthetisch hergestellte Substanzen, die den körpereigenen Aufbau von Muskeln fördern. Diese werden „Anabolika“ genannt.

Weitere Substanzen mit anaboler Wirkung sind Wachstumshormone oder Anabole Steroide, die oft das männliche Hormon Testosteron enthalten. Sie werden unter anderem in der Viehzucht oder auch bei Hochleistungssportlern und -sportlerinnen (Doping) angewendet. Nicht mit dem Arzt abgesprochen und bei illegaler Einnahme kann dies ein Gesundheitsrisiko sein.

Inhaltsverzeichnis (bitte aufklappen)

Was ist denn nun anaboles Licht?

Anaboles Licht ist eine Art von Beleuchtung, welche die Muskeln besonders betont. Sie kommt vor allem bei Aufnahmen von Fitness- oder Bodybuilding-Fotos zum Einsatz, bei denen es wichtig ist, einzelne Muskeln hervorzuheben. Dies gelingt durch eine gezielte Beleuchtung.

Welche Methoden gibt es?

Bei der anabolen Lichtführung wird viel mit dem Zusammenspiel von Licht und Schatten gearbeitet. Damit eine Körperpartie, zum Beispiel Bauchmuskeln, besonders auffällig erscheinen kann, müssen am Körper Schatten entstehen. Also werden Muskeln oder Körperpartien, die besonders im Fokus stehen sollen, stärker belichtet und werden so hervorgehoben.

Für Fitness-Bilder ist helles oder grelles Tageslicht ideal, da es für natürliche Kontraste sorgt, die die Muskeln zur Geltung bringen. Man muss hier jedoch ebenfalls darauf achten, Schatten effektvoll einzusetzen. Bei Innenaufnahmen, zum Beispiel im Fitness-Studio oder anderen Räumen, muss das Sonnenlicht durch künstliches Licht ersetzt werden. Doch egal, ob künstliches oder Sonnenlicht – wichtig ist, dass die Lichtquelle stark genug ist. Eine trübe Lichtquelle kann keine Kontraste erzeugen.
Außerdem muss der Fotograf darauf achten, dass das Hauptlicht von oben oder von der Seite kommt. Bei frontalem Licht von vorne wirkt das Bild eher flach und die Muskulatur kommt nicht zur Geltung.

Eine weitere Möglichkeit ist es, wenn das Model von der Lichtquelle weg gedreht ist. Ein Beispiel: Wenn das Licht von rechts oben kommt, sollte der Oberkörper leicht nach links gedreht werden, damit die Muskulatur den Körper etwas abschattet. Dies wirkt auch in schwarz-weiß-Fotos besonders stimmig. Fitness- oder Bodybuilding-Fotos werden am besten immer mit Blitz und aus einem leicht erhöhten Winkel geschossen, denn von schräg oben gemacht, wirken sie meist besonders ästhetisch.

Wichtig ist auch der Unterschied von „hartem“ und „weichem“ Licht. Verwendet der Fotograf „hartes“ Licht, bildet dies mehr Licht und Schatten. Gleichzeitig sorgt der richtige Einsatz von „weichem“ Licht für einen sanfteren Übergang. Es lässt den Körper glatter aussehen und erlaubt, an manchen Stellen kleine Fehler zu kaschieren. Je definierter die Muskeln aussehen sollen, desto stärker sollte also das Licht und der Hell-Dunkel-Kontrast sein.

Allzu kaltes Licht, zum Beispiel von Neonröhren, sollte man allerdings vermeiden, denn dadurch kann man sehr blass wirken. Besser sind etwas wärmere und helle Lichtquellen.
Auch bei der späteren Bildbearbeitung kann man durch die Erhöhung von Kontrasten und der Struktur zusätzliche Effekte erzielen.

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