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Was bedeutet „Zyklus“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet "Zyklus"?

Manche Wörter begegnen uns und wir wissen in etwa, was es bedeutet, doch man hofft immer, dass wir nicht darauf festgenagelt und ausgefragt werden. Das wäre natürlich nicht so schön und kontraproduktiv. Also sollte man wissen, was Wörter wie „Zyklus“ bedeuten und wann man es verwenden kann und sollte.

Wortherkunft

Schon das Wort an sich ist ein Hinweis auf seine Bedeutung. „Zyklus“ leitet sich vom lateinischen „cyclus“ ab, was wiederum auf das altgriechische „kyklos“ zurückgeht. Es bedeutet letztlich nur „Kreis“.

Bedeutung

Da es Kreis heißt, nutzt man das Wort „Zyklus“ immer für etwas, was sich in einem Kreis bewegt. Was anfängt, fortläuft, endet und dann wieder von vorne beginnt. Es ist nie wirklich beendet und niemals geradlinig, sondern man kann auch nachvollziehen, wo ein Zyklus gerade steht und was als nächstes kommt. Der Zufall hat hier nichts zu suchen, sondern es steckt ein System hinter jedem Zyklus.

Verschiedene Arten

Zyklus ist ein beliebtes Wort für alle Vorgänge, die immer wieder auftreten und sich periodisch verhalten. Sie kommen, sie gehen und folgen einem Schema. Doch am bekanntesten ist das Wort wohl im Zusammenhang mit dem „Menstruationszyklus“ einer Frau. Alle 27 Tage findet er statt und ist ein wichtiger Vorgang, der zur Reproduktion der Menschheit dazugehört und der für eine gewisse Lebensspanne immer und immer wieder abläuft, bis die Fruchtbarkeit nicht mehr gegeben ist. Es ist also das, was man Zyklus nennt. Und eine Frau kann auch bestimmen, wann sie wo sein wird und was als nächstes kommt. Und ist es beendet, dann fängt es von vorne an. Ein ewiger Kreis.

Aber auch in anderen Bereichen kann man von einem Zyklus sprechen. So haben verschiedene Schriftsteller wie Zola oder Balzac Romanzyklen geschrieben. Das soll bedeuten, dass es sich in verschiedenen Romanen immer um einen gewissen Kreis von Personen und Ereignissen dreht, die immer in verschiedenen Konstellationen vorkommen können. Auch ein Gedichtzyklus ist ein literarisches Beispiel für etwas, was sich im Kreis bewegt und sich um etwas dreht, eben im Kreis.

Auch in der Musik kann man von einem Zyklus sprechen, wenn eine Komposition mehrteilig ist und verschiedene Themen und Bereiche abdecken kann.

Andere Zyklen

Das Wort kann man auch noch woanders finden, aber in einem ganz anderen Zusammenhang. So ist ein Zyklon ein Sturm mit einer Runden Ausprägung. Und auch ein Zyklop spielt auf das kreisrunde Auge an, über das dieses Ungeheuer verfügt haben soll. Immer wieder findet sich der Kreis wieder.

Wir mögen es Rund

Abgesehen von natürlichen Vorgängen, die zyklisch ablaufen, mögen wir es „rund“. Dinge müssen Sinn machen, wir verbinden sie, auch wenn sie objektiv nichts miteinander zu tun haben. Aber wir machen das einfach. Deshalb sagen wir auch „das ist rund“ für etwas, was gut ist, was wir so annehmen können. Denn das Wiederkehrende hat etwas von Berechenbarkeit. Wir können vom Leben und der Geschichte nicht wirklich überrascht werden, weil wir durch eine zyklische Sicht meinen, alles vorher schon zu wissen. Psychologisch fühlen wir uns damit wohler und haben weniger Angst vor der Ungewissheit der Zukunft.

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