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Was bedeutet sympathisch? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet sympathisch

Da springen Sympathien über!

Du bist mir sympathisch. Allein das Wort Sympathie weckt positive Gefühle. Egal ob in der Liebe, bei einem Vorstellungsgespräch oder einer zufälligen Begegnung: Es ist ein Hauch, etwas Überspringendes, was sich aus unserem Unterbewusstsein meldet, bevor überhaupt ein erster Gedanke über das Gegenüber gefasst ist.

Der Ursprung des heutigen Wortes

Das Wort selbst entstammt dem lateinischen sympatia, welches vom altgriechischen symphátheia entlehnt, und soviel wie Mitgefühl oder auch mitleiden bedeutet. Verwandt ist der Begriff Empathie, Mitleid oder emphatisch für mit-leiden. Vor diesem Kontext (Hintergrund) erscheint das Wort Sympathie noch einmal in einem anderen Licht. Hat also eine Person in früheren Tagen für jemanden Sympathie empfunden, ging es wohl mehr darum, sich in seine Lage versetzen zu können. Ihn oder Sie in einer schwierigen Situation zu verstehen, anzunehmen.

Aus Mitleid wird schnell Liebe

Mit ihm oder ihr mit zu leiden, es ist mir nicht egal, ob es diesem Menschen schlecht oder gut geht. Daraus hat sich später eher der Aspekt der wohlwollenden Zustimmung oder Zuneigung herauskristallisiert. So ungefähr: Mit ihm oder ihr würde ich durch dick und Dünn gehen, wenn ihr oder ihm etwas zustoßen würde, wäre ich sehr betroffen. Dieses Mitleiden-Wollen ist der Ausdruck einer starken, inneren Zuneigung, die für intensive Gefühle spricht. Nicht selten wird aus Mitleid ein starker Magnet, der zwei Menschen zusammenführt. Dabei spielt das Äußere einer Person nur die zweite Rolle. Die Empathie und daraus erwachsene Sympathie sieht den anderen mit dem Auge seines Herzens. Man denke nur an die schöne Liebesgeschichte des Glöckners von Notre Dame, Quasimodo, und die schöne junge Frau.

Affinität – Anziehungskraft und Begierde

Affin sein, das ist so etwas wie Sympathieträger sein. Besonders in der Politik ist das eine sehr nützliche Eigenschaft, um viele Wähler auf seine Seite zu bekommen. Eine positive Ausstrahlung zu besitzen, ist ein Erfolgsgeheimnis. Dabei spielen alle Eigenschaften einer Person hinein: der Blick, das Auftreten, Intelligenz oder Witzigkeit. Seine Gedanken, das Innerste mit den richtigen Worten zum Ausdruck bringen, selbst Empathie zeigen und Offenheit leben. Das ist die Voraussetzung, zu jemandem Vertrauen zu fassen, ihm das Gute zutrauen und seinen Worten zu glauben. Allerdings lassen sich solche sympathiebildenden Eigenschaften auch antrainieren, um damit bestimmte Ziele bei jemandem zu erreichen. Die Geschichte der Menschheit ist voll von Sympathieträgern, die sich später als „Rattenfänger“ entpuppten.

Sympathie öffnet Herzen

Ein positives Empfinden für eine Person oder eine Sache, mit jemanden konform (übereinstimmend) denken, handeln und fühlen. Sich zu jemandem hingezogen fühlen, all das umschreibt den Begriff Sympathie. In alten Zeiten, als die Menschen noch gehobene Umgangsformen miteinander pflegten, gab es solche Umschreibungen wie konziliant, pläsierlich, herzerquickend oder ersprießlich. Das würde heute eher die Lachmuskeln strapazieren, es reicht, zu sagen: Du warst mir von Anfang an sympathisch.

Aus nett wird lieb

Sympathie kann man nicht machen oder erzwingen, sie ist einfach da, oder nicht? Sympathie ist die Voraussetzung, jemanden an sich heranzulassen, ihn gern kennenzulernen, sich zu öffnen, Vertrauen zu bilden. Es kann das angenehme Äußere sein, der Charme, den jemand versprüht oder ein unerklärliches Hingezogen-Sein zu einem anderen Menschen. Was uns einen Menschen letztlich sympathisch macht oder nicht, bleibt ein Geheimnis. Es hängt viel mit unserem Herzen und dem unterbewussten Fühlen und Denken zusammen.

Ein ganz anderer Aspekt der Sympathie

In der Naturphilosophie wird damit der Zusammenhang aller Dinge bezeichnet. Die Kausalität (Zusammenhänge) der Ereignisse mit ihrem Ursache-Wirkungsprinzip besagt, dass, wenn ein Detail des großen Ganzen eine Veränderung durchläuft, betrifft es alle anderen Teile des Ganzen mit. Wenn also zum Beispiel im brasilianischen Regenwald uralte Bäume gefällt werden, treffen die klimatischen Auswirkungen auch uns hier in Europa.

Ereignisse und Sachen

Das ist mir nicht geheuer, oder anders gesagt: Das ist mir nicht sympathisch! Wir geben nicht nur unserem Verhältnis zu anderen Menschen Sympathie oder nicht, auch bestimmte Vorgänge oder Gegenstände fallen darunter. Das neue Auto zum Beispiel oder ein Computer entsprechen meinen Vorstellungen, sind mir sympathisch.

Unsympathisch?

Was ist eigentlich das Gegenteil von Sympathie? Antipathie! Sie drückt aus: Diese Person ist für mich unsympathisch, mit ihr oder ihm empfinde ich kein Mitgefühl, keine Zuneigung und würde lieber weit weg sein, als mit ihm oder ihr durch Dick und Dünn zu gehen. Ich suche mir jemanden, der mir sympathisch ist.

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