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Was bedeutet „Sissification“? – Erklärung & Beispiel

Was bedeutet "Sissification

Erklärung:

Bei der Sissification handelt es sich im Prinzip um eine Art „Feminisierung“, ein erotisches Rollenspiel in der BDSM-Szene. Der Mann schlüpft hier durch das Tragen von Frauenkleidern und durch die Übernahme des Verhaltens in die Rolle der Frau. So etwas nennt man auch Genderplay. Vor allem im englischsprachigen Raum bedeutet die Sissification, wenn ein Mann freiwillig oder auch unfreiwillig (im Rahmen der Zwangsfeminisierung; „Forced Feminization“) dazu gebracht wird.

„Sissy“ ist englisch und bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie „Mädchen“ oder „Weichling“, spricht man also im BDSM von sogenannten „Sissy boys“, handelt es sich um Männer, die kitschig-kindlich und mädchenhafte Kleidung tragen.

Beispiel:

Trägt ein Mann – sei es freiwillig oder unfreiwillig – Rüschenhöschen, Petticoats oder dergleichen und wird darin präsentiert, spricht man von einer Sissification. Das Geschlecht wird gewechselt, der Mann nimmt die Rolle des anderen Geschlechts an und gleichzeitig ein sehr sehr viel jüngeres Alter. Es findet also gleichzeitig ein Gender- als auch Ageplay statt.
Aus medizinischer Sichtweise, wird die „Feminisierung“ als „Effemination“ bezeichnet.

Eine Sissy lebt zumeist ein normales Leben. Ist Familienvater, geht einer geregelten Arbeit nach und hat durchaus eine Scheidung hinter sich. Eine Begrenzung auf ein gewisses Alter gibt es nicht. Es können sehr junge Männer sein, welche diesen Drang verspüren, genauso ältere Männer. Die Sissification ist die Auslebung dieses inneren Dranges. In dem Moment wird in eine Rolle geschlüpft und konstant beigehalten. Die dazugehörige Herrin gibt Anweisungen, was die Sissy zu tun hat.

Wenn der Käfig verschlossen wird

Zur Sissification gehört das Tragen eines Peniskäfigs. Eine gewählte Herrin, so wird sie angesprochen, verschließt den Käfig und nimmt den Schlüssel in Verwahrung. Die Sissy kann noch einen Ersatzschlüssel verwahren oder sich komplett in die Hände der Herrin begeben.

Die Sissy liebt halterlose Strümpfe mit Spitze, Ballettröcken, Rüschenschlüpfer und Stilettos. Der Mini darf nicht fehlen und die Corsage wird ebenso gerne umgebunden. Dazu gibt es die Perücke, das Make-up und durchaus falsche Brüste. Sie wird bei der Sissification durchaus anderen Frauen zur Belüstigung vorgeführt. Die Herrin lädt Freundinnen ein und diese amüsieren sich über die Sissy. Die Sissy liebt diesen Kick und bedient unterwürfig die belustigte Frauenrunde. In der Funktion eines Dienstmädchens kümmert sie sich um den Haushalt der Herrin. Sie ist glücklich, wenn sie von der Herrin oder ihren Freundinnen ausgelacht wird. Sexuelle Erniedrigung findet zudem oftmals statt. Dabei kann es zu passiven Analsexspielen kommen, welche die Herrin mit einem Strap-on ausführt.

Das Training zur Züchtigung

Zur Sissification gehört wahlweise, dass eine Sissy sich einem Training unterzieht. Die Herrin gibt den Rahmen vor. Somit werden Kleidung und Verhaltensweisen aufgezwungen. Bei nicht angemessenem Verhalten gibt es Strafen von der Herrin. Die Sissy ist stets unterwürfig und es ist möglich, dass die Herrin Sexualpartner sucht, welche die Herrin für den Sex mit der Sissy bezahlen. Die Sissy wird den Sex wunschgemäß ausführen. Die gesamte Demütigung kann bis zu einer Cuckold-Beziehung führen. Was nochmals eine Steigerung zur Sissification darstellt. Ein Cuckold wird extrem gedemütigt von der Herrin und ist komplett willenlos und übergibt sein gesamtes Leben samt oftmals der Finanzen an die Herrin.