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Was bedeutet Revision? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet Revision

Das Substantiv Revision bezeichnet im Allgemeinen das Überprüfen oder Abändern von Prozessen, Zuständen oder Gegenständen.

Im technischen Bereich ist das Synonym „Überprüfung“, „Kontrolle“ oder „Inspektion“ gebräuchlich. Im Druckwesen wird mit Revision eher das Prüfen und Durchsehen eines Abzuges gemeint und deren ordnungsgemäße Ausführung der Korrektur. Synonyme hier sind dann „Überarbeitung“, „Korrektur“, „Modifikation“ oder „Richtigstellung“.

In der Rechtssprache ist mit der Revision ein Rechtsmittel gemeint, um ein Urteil anzufechten. Man legt also Revision ein, damit überprüft wird, ob bei der Urteilsfällung Gesetze fehlerhaft angewendet wurden oder andere Verfahrensmängel vorhanden sind. Der Begriff ist auf das lateinische revidere also das Wiederansehen zurückzuführen.

Was passiert bei einer Revision im Strafverfahren?

Die Revision ist die höchste Instanz, die in einem Verfahren angewendet werden kann und somit die letzte Möglichkeit, ein fehlerhaftes Urteil anzufechten. Zuständig für solch eine Revision ist der Bundesgerichtshof oder das Oberlandesgericht. In solch einem Fall wird das Urteil dann anders wie bei der Berufung auch auf Rechtsfehler überprüft.

Wann geht man in Revision?

Eine Revision kann nur eingelegt werden, wenn in dem vorigen Urteil das Berufungsgericht zugelassen worden ist. Das ist immer der Fall, wenn es um eine bedeutsame Rechtssache geht oder eine einheitliche Rechtsprechung gesichert werden muss, um vor das Revisionsgericht vorsprechen zu können.

Was ist der Unterschied zwischen Revision und Berufung ?

Eine Berufung wird nur gegen ein Urteil des Amtsgerichts eingelegt. Revision kann allerdings gegen alle Urteile eingereicht werden. Ein Urteil, das auf einer vorigen Berufung einhergeht, kann nachträglich mit einer Revision aufgegriffen werden.

Wer kann in Revision gehen?

Eine Revision ist dann zugelassen, wenn grundsätzlich die Rechtssache von Bedeutung ist bzw. die Fortsetzung der Sicherung oder des Rechts einer einheitlichen Rechtssprechung durch das Revisionsgericht für die Entscheidung eingefordert wird.

Kann die Strafe durch eine Revision erhöht werden ?

Legt die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit dem Mandanten zu seinen Gunsten Revision ein, sind die rechtlichen Folgen nach oben vollkommen offen. Die Höhe der Strafe bzw. Das Strafmaß kann sich somit ändern. Demnach kann mit diesen Voraussetzungen auch eine Verschlechterung eintreten. Legt nur der Mandant Revision ein, gilt ein uneingeschränktes Verschlechterungsverbot.

Was geschieht nach der Revision?

Die Revision ist das letzte Rechtsmittel, was es an Möglichkeiten gibt, die Strafe, die mit der Rechtskraft eines Strafurteils einhergeht, abzuwenden oder gegebenenfalls zumindest abzuschwächen. Danach kommt nur noch ein Wiederaufnahmeverfahren oder eine Verfassungsbeschwerde infrage.

Was ist besser, die Berufung oder die Revision?

Wird Berufung eingelegt, kann der ganze Fall nochmals aufgerollt und neu verhandelt werden. Bei einer Revision wird nur überprüft, ob in dem Urteil eventuell Rechtsfehler enthalten sind. Die Reichweite der verfügbaren Rechtsmittel richtigen sich im Zivilrecht allerdings jederzeit nach den Parteianträgen

Kann der Antrag auf Revision auch abgelehnt werden?

Wird die Revision abgelehnt, kann eine Nichtzulassungsbeschwerde beantragt werden. In der Regel findet die Revision also in der dritten Instanz statt und folgt der Berufung aus der zweiten Instanz, diese wiederum bezieht sich auf eine Entscheidung, die in erster Instanz getroffen worden ist.

Was geschieht, wenn die Revision erfolgreich war?

Ist die Revision erfolgreich verlaufen und alles wurde als zulässig und begründet eingestuft, wird das vorige Urteil aufgehoben. Ebenso wird die Feststellung aufgehoben, die durch die Verletzung des Gesetzes betroffen ist. Das Urteil kann auch nur zum Teil aufgehoben werden, dies ist unter Umständen auch möglich.

Was bedeutet es, wenn die Revision zurückgewiesen wurde?

Die Revision wird zurückgewiesen, wenn sie unbegründet ist. Ist sie begründet, kann das Urteil aufgehoben werden. Im Anschluss kann dann eine Zurückweisung an das Berufungsgericht folgen, die dann eine Neuentscheidung trifft.

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