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Was bedeutet Präsens? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet Präsens

Bereits in den Anfängen unserer Schulzeit stolpern wir über den Begriff „Präsens“. Was aber ist damit gemeint?

Das Präsens – Bedeutung

Spricht man von dem Wort Präsens (lateinisch tempus praesens), ist die Zeitform der Gegenwart gemeint. Mithilfe dieser wird hauptsächlich ein verbales, gegenwärtiges Geschehnis aus der Sicht des Sprechers ausgedrückt.

Verwendung des Präsens

Die Zeitform Präsens wird für Zustände und Handlungen verwendet, die aktuell, also in dem Moment des Erzählens oder auch regelmäßig passieren. Zudem werden mit dieser Zeitform allgemeingültige Aussagen getroffen, in einigen Fällen sogar Ereignisse in der Zukunft beschrieben.

Zustände in der Gegenwart

Die Hundebox ist grau.
Das Wetter ist sehr regnerisch.
Das Essen ist köstlich.

Handlungen in der Gegenwart

Ich gehe auf die Arbeit.
Meine Freundin ist einkaufen.
Wir spielen Fußball.

Wiederkehrende Handlungen

Täglich säubere ich das Badezimmer.
Der Geburtstag meines Sohnes ist am zweiten Oktober.
Seit fünf Jahren spielen meine Schwester und ich in einem Verein Basketball.

Allgemeingültige Aussagen

Die Wurzel aus vier ergibt zwei.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Deutschland hat rund 83 Millionen Einwohner.

Zukünftig geplante Geschehnisse

In einem halben Jahr ziehe ich in einen anderen Stadtteil.
Morgen Mittag gehen wir ins Schwimmbad.
Am Samstag kommt mein Freund vorbei.

Bildung des Präsens

Prinzipiell lässt sich das Präsens regelmäßiger und vieler unregelmäßiger Verben durch das Anhängen der Personalendungen -e, -st, -t, -en, -t, -en an die Basis bilden. Die Basis ergibt sich durch das Abtrennen der Endung -en des Infinitivs.

lernen -> ich lerne, du lernst, er/sie/es lernt, wir lernen, ihr lernt, sie lernen
suchen -> ich suche, du suchst, er/sie/es sucht, wir suchen, ihr sucht, sie suchen
weinen -> ich weine, du weinst, er/sie/es weint, wir weinen, ihr weint, sie weinen

Bei einigen unregelmäßigen Verben ändern sich bei der Konjugation Vokale oder gar der Wortstamm selbst. Hier einige Beispiele:

laufen -> du läufst, er läuft
helfen -> du hilfst, er hilft
nehmen -> du nimmst, er nimmt

Darüber hinaus gibt es in der deutschen Sprache noch zig weitere Besonderheiten.
Das unregelmäßige Hilfsverb sein wird in allen Präsensformen unterschiedlich gebildet. Die Hilfsverben haben und werden bilden nur in der zweiten und dritten Person Singular Ausnahmen.

sein -> ich bin, du bist, er ist, wir sind, ihr seid, sie sind
haben -> du hast, er hat
werden -> du wirst, er wird

Die Modalverben können, müssen, mögen, dürfen, wollen und zudem das Verb wissen, besitzen in der ersten, zweiten und dritten Person Singular einen anderen Basisvokal.

müssen -> ich muss, du musst, er muss
dürfen -> ich darf, du darfst, er darf
wissen -> ich weiß, du weißt, er weiß

Enden Verben auf -den und -ten oder auf -men und -nen (wenn ein weiterer Konsonant vorausgeht, Ausnahme bei -rnen, -lmen, -mmen und -nnen), muss in der zweiten und dritten Person Singular sowie in der dritten Person Plural ein e erweitert werden.

reden -> du redest, er redet, ihr redet (nicht: du redst)
atmen -> du atmest, er atmet, ihr atmet (nicht: du atmst)

Verben, die auf -ern oder -eln enden, werden nur mit der Endung -n (e entfällt) gebildet.

feiern -> wir feiern, sie feiern (nicht: wir/sie feieren)
basteln -> wir basteln, sie basteln (nicht: wir/sie bastelen)

Bei Verben, die die Endung -sen, -ßen, -xen oder -zen besitzen, entfällt in der zweiten Person Singular ein s (lediglich ein -t wird als Endung rangehängt).

heißen -> du heißt (nicht: du heißst)
hexen -> du hext (nicht: du hexst)

Es gibt auch Verben, bei denen in der dritten Person Singular die Endung komplett wegfällt.

raten -> er rät (nicht: er rätt)
sollen -> er soll (nicht: er sollt)

Synonyme

für Präsens: Gegenwart, Hier und Jetzt
für präsent: gegenwärtig, aktuell, zurzeit, jetzig, augenblicklich, momentan, laufend, sofortig, derzeit, dringend, heute

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