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Was bedeutet passiv? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet passiv

Wortherkunft und Bedeutung

Das Adjektiv „passiv“ entstammt mutmaßlich dem Französischen passif, hergeleitet aus dem Lateinischen passivus und steht für „(er)dulden“, „untätig“ oder „empfindsam“.
In der deutschen Sprache kann das Wort passiv einerseits bedeuten, dass man nicht von sich aus die Initiative ergreift, also untätig ist, die Dinge auf sich zukommen lässt und sich demnach abwartend verhält. Andererseits benutzt man passiv in dem Kontext, dass man etwas erduldet beziehungsweise etwas mit sich geschehen lässt, ohne sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Anwendungsbeispiele

  • Sich passiv zu verhalten ist für sie gewöhnlich, das liegt in ihrer Natur.
  • Passives Einkommen ist durch Empfehlungsmarketing möglich.
  • Die passiv-aggressive Person weigert sich im sozialen Leben teilzunehmen.
  • In diesem Jahr hat er nicht nur das aktive, sondern sogar das passive Wahlrecht erlangt.
  • Eine passive Figur lässt sich lieber selbst retten, anstatt anderen zu helfen.
  • Machen Sie ganz leicht mit der folgenden Strategie aus passiven Interessenten aktive Bewerber!
  • Aktuell ist der passive Handel durch Investitionen und Traiding stark gefragt und weltweit verbreitet.
  • Er hat einen äußerst passiven Charakter. Er reagiert mehr, als dass er agiert.
  • Aufgrund seiner Passivität in seinem Beruf hat er mit gravierenden Folgen zu rechnen.
  • Laut Fachleuten lässt sich bei einigen Erkrankungen durch eine passive Immunisierung ein schneller, hilfreicher Schutz aufbauen.
  • Da meine gesamten Freunde rauchen, ist das Passivrauchen in deren Gegenwart kaum zu verhindern.
  • Es ist wichtig sich nach einem Unfall weiterhin ans Steuer zu setzen und nicht passiv auf dem
  • Beifahrersitz mitzufahren, damit dich die Angst vor dem Fahren nicht einholt.
  • Dein passives Verhalten in unserer Beziehung führte zur endgültigen Trennung.
  • Widerstand durch Nichtbefolgung nennt sich passiver Widerstand.
  • Die passive Handelsbilanz hatte negative Auswirkungen auf das Land.
  • Durch das passive Erdulden der Unfairness wurde Streit verhindert.
  • Der Boxer blieb zunächst passiv, bis er sich auf der sicheren Seite sah und aus dem Hinterhalt angriff.
  • Er wurde vom passiven Zuschauer zum aktiven Teilnehmer.

Anhand des Aktivs und Passivs in der deutschen Grammatik lässt sich Passivität nochmals verdeutlicht darstellen. Prinzipiell können Handlungen sowohl aktiv als auch passiv sein. Es gibt immer einen „Täter“ (Subjekt des Satzes), also jemanden, der eine Handlung an jemand anderem oder an einem Objekt ausführt und demnach aktiv ist. Nach dem Subjekt lässt sich mit wer? oder was? fragen. Diejenige Person oder das Objekt, an der oder dem die Handlung verrichtet wird, handelt nicht selbst und ist somit passiv. Um das Objekt zu ermitteln, fragt man nach wessen?, wem?, wen? oder was?.

Beispielsätze:

„Der Vater mäht den Rasen.“

  • In diesem Fall stellt der Vater das Subjekt dar, indem er ihn mäht, tut er nämlich etwas mit dem Rasen.
  • Das Objekt ist hier der Rasen, denn mit diesem wird etwas gemacht, er wird gemäht.

„Die Kindergartengruppe besucht einen Zoo.“

  • Die Kindergartengruppe ist aktiv, denn sie tut etwas, indem sie den Zoo besucht.
  • Demzufolge ist der Zoo passiv, denn mit ihm wird etwas gemacht, er wird besucht.

Synonyme

(ab)wartend, inaktiv, untätig, energielos, teilnahmslos, tatenlos, hinnehmend, unbeteiligt, träge, zurückhaltend, apathisch, phlegmatisch, indolent, faul, lethargisch, (er)duldend, schwerfällig, bequem, unbeschäftigt, komfortabel

Antonyme

aktiv, tätig, handelnd, engagiert, eifrig, rege, tüchtig, lebhaft, tatkräftig, erregt, euphorisch, in Betrieb, dynamisch

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