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Was bedeutet „negativ“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Warum ist eine negative schulische Entwicklung negativ (schlecht) und ein negativer ärztlicher Befund positiv (gut)? In den meisten Fällen wird negativ in abwertenden Zusammenhängen genutzt. Es gibt aber auch in der Mathematik negative Zahlen, solche unter null. In der Elektrik gibt es einen negativen und positiven Pol, sonst funktioniert die Leitung nicht. Negativ ist also nicht immer negativ (abwertend oder schlecht) sondern kann auch positiv (gut) sein.

Negatives Verhalten im sozialen Umfeld

Das soziale Umfeld der Menschen besteht aus verschiedenen Bereichen und die darin beteiligten Personen. Der Arbeitsbereich zum Beispiel ist ein sozialer Bereich des Lebens eines Menschen in dem Arbeitskollegen beteiligt sind. Das eigene oder negative Verhalten Dritter wirkt sich auf die Zusammenarbeit der Mitarbeiter negativ (schlecht, ungünstig) aus.

Negatives Verhalten in der Schule wirkt sich negativ (miserabel, nervend) auf die Stimmung in der Klassengemeinschaft aus. Was aber ist negatives Verhalten? Hier ein paar Beispiele für negatives Verhalten in der Klasse:

Ständige Unterbrechungen durch Schüler, die sich nicht an die Regeln der Klassengemeinschaft halten. Das ist eine oder sind mehrere negative Aktionen. Das negative (schlechte) Resultat der Aktionen, ist die verminderte Konzentrationsfähigkeit der Schüler:innen. Das wirkt sich negativ auf die Leistung der Lernenden aus und das wirkt sich negativ auf den Zensurenspiegel aus. Das nennt sich auch eine Verkettung von negativen Ereignissen.

Zuspätkommen ist für einige Schüler:innen eine Selbstverständlichkeit, in ihrem Kosmos ist das noch immer pünktlich. Durch das verspätete Eintreten in die Schule oder Universität wird der Ablauf der Lehre durch die Lehrkraft negativ beeinflusst. Lehrkräfte müssen in solchen Situationen verschiedene Aktionen durchführen wodurch die Lehrzeit verringert wird. Zum Beispiel eine Ansprache halten oder eine Notiz anfertigen. Das wirkt sich in der Verhaltensnote negativ (benachteiligend) auf die Gesamtleistung des Schülers oder der Schülerin aus.

Die Verneinung

Ganz anders verhält sich das mit der Verneinung, die eine Ablehnung oder ein negatives Ergebnis ermöglicht. Hierzu ein paar Beispiele:

Maria hofft darauf, dass Julia zu ihrer Geburtstagsfeier erscheint und überreicht ihr angesichts ihres anstehenden Geburtstags eine Einladung. Julia muss die Frage, ob sie zur Feier erscheint mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Ersteres ist positiv, weil die Hoffnung von Maria erfüllt wird. Letztere Antwort ist negativ, weil Julia Marias Wunsch nicht erfüllt. Die Negation löst außerdem ein negatives (trauriges) Gefühl bei Maria aus. Einem negativen Resultat können weitere negative Resultate folgen.

Eine Verneinung ist nicht immer negativ. Auf die Frage, ob ich dumm bin, antwortet eine Freundin mit „nein„. In dem Fall ist die Verneinung positiv, denn Dummheit wird negativ assoziiert.

Negative Erlebnisse im Alltag

Es gibt Tage, da glauben die Menschen, der Teufel sei hinter ihnen her. Das beginnt morgens mit dem Verschlafen, geht weiter mit dem Verpassen des Busses oder der Metro und endet mit einer Rüge des Chefs. Um etwas herunterzukommen (sich beruhigen) wird die mitgebrachte Wasserflasche geöffnet und der Sprudel spritzt die Tastatur des Computers voll. Das sind negative (belastende) Erlebnisse, die negative Gefühle verursachen durch die eigenen Emotionen.

Auf dem Weg zur Schule tritt jemand in Hundekot und das stinkt gewaltig. Wird mit Sicherheit negativ bewertet von dem, dem es passiert. Aber auch von allen anderen in der Klasse, wenn der Schuh vor dem Eintritt in den Klassenraum nicht vollständig gereinigt wird. Das wird mit Sicherheit allen gewaltig stinken und das wirkt sich auf das Gemüt der Schüler:innen aus, das wirkt sich wieder auf die Leistungen der Schüler:innen aus.

Wenn negativ positiv ist

Wie bereits erwähnt ist negativ nicht immer negativ (schlecht, herabwürdigend) sondern auch positiv. Wer eine Laboruntersuchung veranlasst, um einen Befund durch den Arzt zu erhalten, der hofft in den meisten Fällen auf ein negatives Ergebnis. Zum Beispiel bei der Krebsuntersuchung oder dem HIV Test. Negativ bedeutet in dem Fall die Krankheit nicht zu haben.

Wer aber vom Frauenarzt im Bezug auf die gewünschte Schwangerschaft einen negativen Befund erhält, die ist häufig traurig. Das bedeutet, dass die Frau nicht schwanger ist. Glücklich ist sie nur, wenn sie darauf hofft, dass der Schwangerschaftstest negativ ausfällt.