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Was bedeutet Memoarien/Memoiren? – Bedeutung, Synonyme & Beispiele

Was bedeutet Memoarien

Der Terminus Memoiren ist auf das französische Substantiv memoire zurückzuführen, das übersetzt in die deutsche Sprache das Erinnerungsvermögen heißt.

Der Begriff steht als Synonym für schriftlich fixierte Autobiographien. Im Mittelpunkt der Schriftstücke stehen grundsätzlich individuelle Lebenserinnerungen, die niedergeschrieben sind und auf persönlichen Erinnerungen basieren. Die deutsche Sprache verwendet die Begriffe Autobiographie, Lebensbeichte, Lebenserinnerungen, Biographie sowie Selbstbiographie als Synonyme für den Terminus Memoiren. Die Literatur nutzt zur Deklaration von Schriftstücken der Gattung Memoiren zudem die Bezeichnung Erfahrungsbericht.

Biographien zeichnen ein nahbares, facettenreiches, annährend ungefiltertes Bild namhafter Persönlichkeiten

Wer seine Memoiren verfasst und veröffentlicht, eröffnet Dritten einen aussagekräftigen Einblick in die individuelle Lebensgeschichte und sensibilisiert für die Lebenswirklichkeit des jeweiligen Protagonisten. Memoiren ermöglichen eine objektive Reflektion und begünstigen die Selbstinszenierung des jeweiligen Autors bzw. Protagonisten. Anders als andere Publikationen suggerieren Selbstbiographien eine nahezu greifbar scheinende Nähe zum jeweiligen Hauptdarsteller und präsentieren persönlichen Facetten, die die Berichterstattung im Normalfall nicht aufgreift.

Biographien berühmter Persönlichkeiten leben in der Regel von spannenden Ereignissen, die für die breite Öffentlichkeit interessant bzw. relevant sind, Erfahrungen und Selbstreflektion. Gegenstand von Autobiographien sind einzelfallabhängig individuelle Taten, die die Autoren als herausragend, inspirierend und teilbar klassifizieren.

Biographien personifizieren häufig eine Botschaft und nähren sich Persönlichkeiten auf literarischer Ebene an

Autobiographen, die im Zuge ihres Lebens objektiv schwierige Phasen durchlebt und Schicksalsschläge souverän überwunden haben, verstehen sich zudem häufig als Sprachrohr für Personen, die ähnliche Erfahrungen gemacht und dunkle, schwierige Lebensphasen durchlebt haben und sich mit dem Niedergeschriebenen weitgehend identifizieren können. Intention entsprechender Autoren und ihrer Werke aus dem Segment Memoiren ist es, motivierend bzw. inspirierend auf Zielgruppe und Leserschaft einzuwirken und eine positive Kernbotschaft zu transportieren. In diesem Kontext begünstigen die Memoiren einen zielgerichteten Selbstheilungsprozess, der das Strukturieren der Gedanken in Kombination mit einer objektiven Selbstreflektion ermöglicht.

Biographien sind eine attraktive Einnahmequelle für Verlage, weshalb zahlreiche Verlagshäuser aktiv auf begehrte Persönlichkeiten und Prominente mit einer überdurchschnittlich hohen Reichweite zugehen und sie aktiv zu einer Niederschrift ihrer Memoiren animieren. Häufig verfasst ein speziell vom Verlag ausgesuchter Journalist die entsprechenden Werke. Verfasste Lebenserinnerungen und die zugehörigen Publikation entschlüsseln gekonnt die Frage; “ wer versteckt sich tatsächlich hinter der Maske der in der Öffentlichkeit stehenden Person“, sodass der Leser potentiell den Menschen hinter der Kulisse entdeckt.

Memoirenwerke von us- amerikanischen Ex- Präsidenten erzielen prinzipiell hohe Auflagen und avancieren zu populären Bestsellern

Zu der Riege der im weltweiten Vergleich kommerziell erfolgreichsten Memoiren zählen die Lebenserinnerungen der us- amerikanischen Ex- Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama. Demnach avancierten sowohl die Biographie Bill Clintons, die unter dem Titel “ Mein Leben“ erhältlich ist, als auch die Lebensbeichte George. W. Bushs, die er in Form des Werks “ Decision Point“ schriftlich fixierte, zu gefragten Bestsellern. Beide Bücher generierten Verkaufszahlen in Höhe von rund 4 Millionen Exemplaren und sorgten weltweit für eine überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit. Die Memoiren Barack Obamas unter dem Titel “ Ein verheißungsvolles Land“ bzw. “ A promised land“, die das Zeitfenster zwischen dem Kalenderjahr und seiner ersten Amtszeit abdecken, verkauften sich binnen der ersten vier Wochen im Anschluss an die Veröffentlichung USA- und kanadaweit rund 3,3 Millionen Mal.

Laut Informationen des in den USA ansässigen Verlags Penguin Random House, der im Kalenderjahr 2017 die Rechte für die Vermarktung der Biographien Barack Obamas und seiner Ehefrau Michelle erwarb, gelten die Memoiren Michelle Obamas, die das Verlagshaus 2018 unter dem Titel “ Becoming“ bzw. “ Meine Geschichte“ publizierte zu den im Großraum Nordamerika kommerziell erfolgreichsten Biographien. Mehr als 8 Millionen Exemplare des Buchs verkauften sich demnach auf dem nordamerikanischen Markt. Information der “ Financial times“ zufolge zahlte das in New York niedergelassene Verlagshaus dem Ehepaar Obama insgesamt 65 Millionen US- Dollar bzw. 61 Millionen Euro für die Verlagsrechte an ihren Biographien.

Um die Obama- Memoiren und die zugehörigen Vermarktungsrechte entbrannte ein Bieter- Wettbewerb unter den Verlagshäusern aus dem der Penguin Random House – Verlag als Sieger hervorging. Renommierte Verlagshäuser wie etwa Simon & Schuster sowie Harper Collins gingen in dieser Auseinandersetzung leer aus.

Werke aus der Gattung Memoiren dienen als faszinierende Inspirationsquelle und eröffnen eine außergewöhnliche Perspektive auf namhafte Persönlichkeiten

Ebenso lesenswert die wie autobiographischen Schriftstücke von Bill Clinton, George W. Bush, Michelle und Barack Obama präsentieren sich die Autobiographien von Elon Musk ( Wie Elon Musk die Welt verändert), Stephen Hawking ( Sein Leben, seine Forschung, sein Vermächtnis) sowie Nelson Mandela ( Der lange Weg zur Freiheit), Phil Knight ( Shoe Dog) und Steve Jobs ( Die autorisierte Biographie des Apple- Gründers).

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