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Was bedeutet konspirativ? – Bedeutung, Synonyme & Beispiele

Was bedeutet konspirativ

In Beschreibungen und Sätzen fällt teilweise das Wort konspirativ. Doch ist vielen die Bedeutung des Fremdwortes nicht bewusst, da sie lediglich die alltäglichen Synonyme von dem Wort kennen.
Nun stellt sich also die Frage, was genau konspirativ bedeutet und in welchem Kontext das Wort im Sprachgebrauch genutzt wird.

Die Herkunft des Wortes

Das Wort konspirativ gliedert sich aus dem Lateinischen ab. „Conspiratio“ bedeutet so viel wie verschwörerisch oder geheimnisvoll. Das Subjektiv ist dabei die Konspiration, also ein Komplott oder eine Verschwörung.

Die Bedeutung von konspirativ

Konspirativ bedeutet in der Verwendung, dass etwas sehr geheim ist oder etwas nicht stimmt. Es deutet somit auf eine Art Misstrauen gegenüber einer Sache hin. Das Adjektiv wird dabei im Bezug auf eine Verhaltensweise einer Person bezogen oder auf einen Zusammenschluss von Personen, der jedoch sehr mit Misstrauen behaftet ist.

Beispiele der Wortverwendung

„Straftäter gehen oft konspirativ vor“.

Hierbei beschreibt das Wort konspirativ, dass Straftäter ihre Taten oft im Geheimen und Verborgenen planen.
Konspirativ bezieht sich demnach auf die Aussage, dass Straftäter besonders vorsichtig und aufmerksam Dinge vor anderen verbergen wollen.

„Die Wohnung der Verdächtigen erscheint sehr konspirativ.“

In diesem Zusammenhang beschreibt konspirativ, dass es sich um eine verdächtige Wohnung handelt, die keinen normalen Wohnzwecken dient. Dementsprechend beschreibt konspirativ, dass die Wohnung besonders auffällig wirkt, eben weil sie keinen normalen Umständen unterliegt.

„Die Person verhält sich sehr konspirativ.“

Wenn sich eine Person konspirativ verhält, kann das darauf hinweisen, dass sie etwas versucht zu verbergen. Die Beschreibung konspirativ bezieht sich demnach auf die offensichtlichen Verhaltensweisen eines Menschen, wenn dieser durch Merkmale vom normalen Verhalten abweicht.

Synonyme für konspirativ

Konspirativ kann durch viele Wörter ersetzt werden, was in der Regel auch der Fall ist.
Besonders häufig wird konspirativ in der Alltagssprache durch „heimlich“ ersetzt. Auch privat kann im Kontext des Geheimhaltens als Synonym für konspirativ dienen.

Wird konspirativ im Sinne von verborgen halten genutzt, jedoch nicht im Bezug auf das Geheimhalten sondern, dass eine Sache nicht mit allen besprochen werden sollte, kann auch das Wort diskret als Synonym fungieren.

Auch im Bezug auf wichtige persönliche Daten wird konspirativ gerne genutzt. Gerade auf Gehaltsabrechnungen oder anderen wichtigen Daten wird demnach oft der Zusatz „vertraulich“ gefunden, was in diesem Sinne ebenfalls das Wort konspirativ ersetzt.

Wird konspirativ im Sinne einer Verschwörung oder einer verbotenen Tag genutzt, kann es ebenfalls durch „illegal“ ersetzt werden. Hierbei muss jedoch eine strafbare Handlung im Vordergrund stehen, die durch das Wort konspirativ beschrieben wird.

Reale Beispiele für konspirativ handelnde Personen

Besonders häufig im Gebrauch mit dem Wort konspirativ fällt das Handeln der damaligen Stasi als Beispiel auf. Dieser Zusammenschluss von Personen hat seine Beschäftigung damit versehen, Informationen und Dinge über Personen und andere Umstände zu sammeln und zu notieren und an andere Behörden weiterzuleiten. Dieses Vorgehen war demnach ebenfalls konspirativ, da es nicht nur eine Verschwörung beschreibt, sondern auch ein illegales sowie geheimes Vorgehen.

Doch auch andere Berufszweige fallen durch konspiratives Verhalten auf. Hierunter fallen beispielsweise Detektive sowie verdeckte Ermittler, die im Verborgenen agieren, um Sachverhalte aufzuklären. Somit steht ein konspiratives Verhalten nicht zwangsweise im negativen Kontext, sondern kann auch für gute Dinge zur Beschreibung genutzt werden.

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