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Was bedeutet haram? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet haram

In Deutschland treffen viele verschiedene Kulturen aufeinander- schon im Kindergarten sind andere Hautfarben, andere Herkünfte und andere Religionen heutzutage völlig normal und keine Seltenheit mehr.

Somit sind auch einige Wörter aus anderen Sprachen in unserem normalen Sprachgebrauch angekommen. Doch während sich die Menschen aus eher multikulturellen Städten wie Berlin oftmals mit der Bedeutung der jeweiligen Worte auseinandergesetzt haben, können manche mit Worten wie „halal“ oder „haram“ nichts anfangen. Beispielsweise in Dönerläden preisen viele Unternehmer ihre Gerichte als halal an.

Was ist halal?

Halal, so wie auch haram, kommt ursprünglich aus dem Arabischen und wird von muslimischen Menschen mit islamischem Glauben vor allem zur Unterscheidung von zulässigen und nicht zulässigen Dingen im Bezug auf ihren Glauben genutzt. Übersetzt würde halal so etwas wie „rein“ oder „erlaubt“ bedeuten, was sich vor allem auf Nahrung oder Verhaltensweisen bezieht. Bei Fleisch geht es um die Art der Schlachtung. Normalerweise gilt das sogenannte „Schächten“ als halal, durch die geltenden Tierschutzbestimmungen in Deutschland wird dieses aber fast ausschließlich mit Betäubung der Tiere durchgeführt.

Haram als Bezeichnung verbotener Dinge

Verbotene Verhaltensweisen, nach islamischen Richtlinien, werden mit dem Wort „haram“ betitelt. Dies beginnt bei der Wahl des Fleisches, hier gilt das Verbot des Verzehrs für Fleisch- und Aasfresser, Opfertiere und generell Tieren, die nicht bei der Schlachtung ausgeblutet sind (Schächtung). Ebenfalls streng verboten ist der Verzehr von Alkohol.

Kleidung und Verhaltensweisen

Generell wird westliche Kleidung und Schmuck nicht gern gesehen. Frauen müssen in der Öffentlichkeit ihre Haare und ihre Figur mit Stoff verdecken, um ihre Würde aus Sicht der Gläubigen zu bewahren. Lediglich ihr Ehegatte und der engste Kreis der Familie darf ihr unbedecktes Haupt sehen. Generell soll die Familie sehr respektvoll behandelt werden, diese steht an erster Stelle. Beten gehört für gläubige Muslime zum Alltag, dies sind ungefähr fünf Gebete am Tag. Hierzu benötigen sie lediglich einen sauberen Untergrund, oft wird ein Gebetsteppich genutzt und nach Mekka ausgerichtet.
Bei Beerdigungen ist es in Deutschland immer noch schwierig, alle Traditionen umsetzen zu können. Viele Muslime lassen daher ihre verstorbenen Familienmitglieder in ihr ursprüngliches Heimatland überführen.

Homosexualität ist auch heute noch haram und wird in den Ursprungsländern sogar bestraft.

Haram ist als Substantiv anders zu verstehen

Während haram als Adjektiv etwas Verbotenes und Unreines darstellt, ist es als Substantiv etwas anders gemeint.

Haram wird zwar auch hier als Bezeichnung für etwas Verbotenes genommen, jedoch eher im Bezug auf andere Religionen und Mentalitäten. Im Koran (für Muslime ähnlich wie die Bibel für Christen) steht geschrieben, dass jeder gläubige Moslem einmal in seinem Leben an die heiligen Orte Mekka und Kaaba pilgern soll. An diesen heiligen Orten soll ein besonders enger Kontakt zu ihrem Gott Allah hergestellt werden. Dadurch sind diese Orte für andere Religionen streng verboten- also Haram.

Haram bezieht sich generell auf alle heiligen Orte und Bezirke der Moslems. Dazu zählen auch die Hallen einer Moschee, welche als Gebetsstätte für Moslems fungiert. Diese kann man im Groben mit der Bedeutung der Kirche für Christen vergleichen. Da es aber auch Moscheen gibt, die andere Religionen akzeptieren, gilt Haram ausschließlich für Moscheen, die Moslems vorbehalten ist.

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