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Was bedeutet Faschismus? – einfache Erklärung

Was bedeutet Faschismus

Das Wort Faschismus wird heutzutage nur allzu häufig benutzt, um andere zu diskreditieren, die politisch anders denken. Viele wissen daher gar nicht mehr, worum es dabei eigentlich geht. Auch werden die Begriffe Faschismus und Nationalsozialismus gerne verwechselt oder zusammengewürfelt. Viele halten „Faschismus“ für einen Oberbegriff für den Nationalsozialismus. Wir wollen ein wenig Klarheit in die Sache bringen und einen differenzierten Blick auf die beiden wohl meist diskutierten politischen Machtinstrumente werfen.

Woraus der Begriff „Faschismus“ entstand und was er bedeutet:

Ein kleiner Einblick in die Geschichte: Zwischen 1922 und 1943 herrschte in Italien ein diktatorischer Politiker namens Benito Mussolini. Dieser rief eine Bewegung auf den Plan, bei der sein Volk unterdrückt wurde, andere Parteien unter Strafe verboten waren und alle Gegner seiner Bewegung, dem Faschismus, gefoltert und eingesperrt wurden.
Der Staat, mit ihm an der Spitze, sollte die alleinige Macht besitzen. Der Sinn des Faschismus besteht also im Ergreifen und Erhalten von Macht.

Worin sich Faschismus und Nationalsozialismus unterscheiden – und ob sie Gemeinsamkeiten aufweisen:

Seit 1920 führte Adolf Hitler die „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ (NSDAP) und legte damit den Grundstein für die Bewegung, die er von 1933 – 1945 als Weltanschauung auf die Spitze trieb. Die ersten 30 Jahre seines Lebens hatte er sich alle möglichen Ideologien zusammengetragen, die er nun als Machthaber und „Führer“ Deutschlands ausleben konnte. Das ging von bevorzugten und abgelehnten „Rassen“ von Menschen über das Bestreben nach einem größeren Reich für das deutsche Volk bis hin zur „Volksgemeinschaft“, wonach jeder seine persönlichen Bedürfnisse (u.a. Rechtssicherheiten und Freiheitsrechte) dem Wohle aller unterzuordnen hatte.

Tarnt sich der totalitäre Faschismus in einem Nanny-Kostüm?

Gemeinsam hatten diese beiden politischen Machtinstrumente, dass sie einen Diktator an der Spitze der Pyramide hatten, der keine anderen Meinungen, Parteien oder gar Wahlen durch das Volk duldeten.
Sowohl im Faschismus als auch im Nationalsozialismus wird dem Volk in den Jahren der Entstehung und Einführung des neuen Regimes vorgegaukelt, dass seine Interessen im Vordergrund stünden, sie vor vermeindlichen Feinden geschützt werden sollen und Volk und Machthaber an einem Strang zögen. Doch dann kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es um Macht geht. Niemand gibt gerne Macht ab, schon gar nicht ein Diktator, der ein ganzes Volk unterdrücken und ausbeuten kann.

Diese Symbole wurden und werden zum Ausdruck des Faschismus genutzt:

Das Symbol von Mussolini war ein Rutenbündel, was auf italienisch „fasces“ bedeutet. Daher entstand das Wort „Faschismus“. Im Rutenbündel steckt ein Beil. Dieses Symbol stand in der Antike für die höchsten Amtsinhaber bei den Etruskern und wurde später auch im römischen Reich wiederverwendet.

Im Nationalsozialismus wurde das allseits bekannte Hakenkreuz, ursprünglich „Swastika“ genannt, für die Symbolik missbraucht.
Die Swastika ist eigentlich ein friedliches Symbol. Es wird auch Sonnenrad oder Rad des Lebens genannt und findet sich in vielen Tempeln und heiligen Schriften verschiedener uralter Völker wie der Buddhisten, Hinduisten und Raelisten wieder. Auch in Griechenland und vielen anderen Ländern der Welt kann man die Symbole der Swastika entdecken. Um die Macht dieser Symbolik wird Hitler gewusst haben, als er das Hakenkreuz, für seine Zwecke entfremdete.

Wo es heute noch Faschisten gibt und woran man sie erkennt:

Es ist an der Zeit, die Vergangenheit besser zu recherchieren, zu überdenken und die Geschichte, die uns in der Schule gelehrt wurde, nicht als gegeben hinzunehmen.
Auch heute kommen Faschisten in der Politik häufiger vor, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Identifizieren Politiker einen Feind, verbreiten Unwahrheiten über diesen (das beliebteste Instrument sind hierbei die Medien, die Propaganda betreiben) um die eigenen Leute gegen diesen aufzuhetzen und setzen nun ihre politische Macht ein, verhalten sie sich faschistisch.
Die Menschen lassen sich zu allem überreden, wenn man sie glauben lässt, dass eine Minderheit ihnen etwas genommen habe oder sie bedroht würden. Dazu müssen die faschistischen Politiker ihre Lügen mit viel Aufwand so real wie möglich darstellen. Frei wird ein Volk nur dann, wenn es die Wahrheit kennt und sich bemüht, diese über andere Wege als den allgemein vorgesetzten Medien zu erfahren.

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