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Was bedeutet „Embargo“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet "Embargo

Ein Embargo beschreibt, dass der Handel von einem oder mehreren Partnern zu einem oder mehreren Empfängern eingestellt wird. Die Güter oder der Austausch, der bisher stattgefunden hatte, wird vorübergehend beendet. Meistens sind aktuelle Probleme die Ursache, damit ein solches Embargo verhängt wird. Es stellt eine Repressalie für ein Fehlverhalten dar. Es ist immer eine staatlich verordnete Zwangsmaßnahme.

Waffen-Embargo:

Sollte ein Land einen Krieg ausgelöst haben oder völkerrechtswidriges Verhalten zeigen, kann von den bisherigen Handelspartnern ein Waffen-Embargo verhängt werden. Damit wird beschlossen, dass keine Waffen mehr an dieses Land ausgeliefert werden dürfen. Selbst wenn unabhängige Firmen des eigenen Landes einen gültigen Vertrag mit dem anderen Land geschlossen hatten, dürfen sie diese Waren nicht mehr liefern. Eine solche Handelsbeschränkung kann auf diverse Waffengattungen reduziert sein. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass Raketen und vergleichbare Geräte nicht mehr ausgeliefert werden, Schutzausrüstungen aber noch gehandelt werden dürfen.

Handelsembargo:

Soll ein Land wirtschaftlich getroffen werden, wird ein Handelsembargo ausgesprochen. Die Güter, die in diesem Land produziert werden, dürfen dann nicht weiter abgenommen werden. Gleichzeitig geschehen keine Auslieferungen mehr an diese Nation. Es gibt unterschiedliche Ursachen, die zu einer solchen Beschränkung führen können. Einer der Gründe kann es sein, dass ein Land bemüht ist, den ehemaligen Handelspartner wirtschaftlich zu schwächen. Auf diese Weise kann auch eine stärkere Einflussnahme auf die Preise versucht werden. Eine solche Handelsbeschränkung wird manchmal nur deswegen eingesetzt, weil eine politische Veränderung erzwungen werden soll. Durch die Wirtschaftsbeziehungen sind viele Länder in einem Abhängigkeitsverhältnis zu großen Handelspartnern. Daher sind diese immer in einer sehr mächtigen Position.

Erhoffte Wirkung von Embargos:

Mit einer solchen Zwangsmaßnahme soll immer eine bestimmte Auswirkung erzielt werden. Der ausgeübte Druck soll den betroffenen Staat dazu bringen, das bisherige Tun zu verändern. Ist ein Land widerrechtlich in eine andere Nation einmarschiert, kommt es dort zu kriegerischem Handeln. Kämpfe werden mit Bomben und weitere Waffen ausgeführt. Drittländer, die zuvor in Beziehung zu einem oder beiden Nationen standen, versuchen mit dem Embargo den Aggressor zum Rückzug zu bewegen. Gleichzeitig wollen die Länder nicht aktiv in den Kampf eingreifen. Die Befürchtung ist, dass der Krieg sich immer weiter ausbreiten würde. Der Wunsch ist daher, mit einer Zwangsmaßnahme den Krieg zu beenden. Kriege wurden und werden oft aus wirtschaftlichen Aspekten geführt. Kann der Aggressor auf diese Weise zur Aufgabe gezwungen werden, sind dadurch viele Menschenleben gerettet.

Wann kann ein Embargo auch wirken?

Damit eine solche Maßnahme eine Veränderung herbeiführt, müssen die betroffenen Länder in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Ein Embargo wird von einem Land nur dann als gefährlich wahrgenommen, wenn die eigene Kraft alleine nicht ausreichend ist. Gleichzeitig ist es notwendig, dass die Folgen für die Bevölkerung fühlbar sind. Die Nachfolge kann sein, dass sie aktiv gegen den Machthaber demonstriert. Das kann dazu führen, dass seine Position geschwächt ist. Erkennt dieser seine Sorgfaltspflicht für sein Land an, kann es ihn dazu bringen, die Menschen zu schonen. Die eigene Bevölkerung wird in diesem Fall vor der Auswirkung des Embargos geschützt, indem er dem Druck nachgibt. Die besondere Schwierigkeit liegt darin, einen Despoten durch ein Embargo zu beeindrucken. Die Wahrnehmung der Auswirkungen werden nur selten durch die Realität beeinflusst. Entsprechend wird die Reaktion unabsehbar.

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