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Was bedeutet Charmgefühl/Schamgefühl? – Bedeutung, Synonyme & Beispiele

Was bedeutet Charmgefühl

Manchmal wird das Wort Schamgefühl falsch geschrieben und es wird Charmgefühl verwendet.

Bei allen Menschen kann ein Schamgefühl auftreten, da diese Fähigkeit als angeboren gilt. Die Anlässe für Schamgefühle variieren zwischen kultur- und sozialisationsbedingten, sowie der aktuellen Situation und individuellen Veranlagung. Die Empfindung kann auch unterschiedlich stark sein wie beispielsweise nur „peinlich berührt“ oder „Im-Boden-Versinken“.

Innerseelische Vorgänge können der Auslöser für Schamgefühle sein, wie beispielsweise der Eindruck von Verlegenheit oder Peinlichkeit, aber auch die Beschämung oder Bloßstellung durch andere Personen von Kränkungen oder Demütigungen. Wenn sie mit vegetativen Begleiterscheinungen einhergehen, wie zum Beispiel dem Erröten, können auch Außenstehende Schamgefühle wahrnehmen.
Bei Schamgefühlen handelt es nicht allein um ein individuelles Phänomen. Sie werden auch in sozialen Gruppen erlitten und verursacht. Das Selbstwertgefühl wird dadurch gekränkt und es entstehen verschiedene Reaktionen sowie Verarbeitungsweisen.

Inhaltsverzeichnis (bitte aufklappen)

Körperliche Begleiterscheinungen

Die Schamröte ist eine typische Begleiterscheinung des Schamgefühls. Es handelt sich um eine Reaktion des vegetativen Nervensystems. Eine verstärkte Blutzufuhr im Gesicht lässt es erröten. Ein verlegenes Lachen oder ein besonders breites Grinsen gelten als mögliche Anzeichen. Andere Körperreaktionen akuter Schamgefühle sind Stressreaktionen wie beispielsweise Schwindel, Herzklopfen, Puls oder Schweißausbrüche. Wenn man den Blickkontakt unterbricht, kann es als Signal für Schamgefühle dienen. Weitere begleitete Gesten sind das Verbergen der Augen mit den Händen oder das Senken des Kopfes.

Synonyme

Synonyme für Schamgefühl sind unter anderem:

  • Schmach
  • Befangenheit
  • Peinlichkeit
  • Verlegenheit
  • Kränkung
  • Minderwertigkeitsgefühle

Schamgefühl in der heutigen Gesellschaft

In Fluss geratene und gelockerte Vorstellungen verändern die Verhaltensweisen, was man in einem sozialen Umfeld vermeiden sollen und was sich gehört. Daher gibt es nun zahlreiche unterschiedliche Gebote, die sich mit wechselnden Vorgaben von Moden, Berufsgruppen und Peergroups immer komplexer gestalten und auch Unsicherheit hervorrufen. Man kann nicht mehr genau sagen, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll. Traditionelle Anstandsregeln werden nur mehr in einigen Situationen angewendet. In der komplexen, weltweit uniform werdenden und pluralistischen, Gesellschaft verkehrt man in unterschiedlichen, sich überlagernden Rollen, Situationen und Beziehungen. Man kann nie genau wissen und hunderprozentig sicher sein, ob man einer Person durch ein bestimmtes Verhalten zu nahe tritt. Selten kennt man eine Person besonders gut, um alle verschiedenen Lebensbereiche der Person bei einer Kommunikation berücksichtigen zu können.

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