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Was bedeutet autonom? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeutet autonom

Autonome Gebiete, autonome Gruppierungen. Man hört das Wort Autonom immer wieder in verschiedenen Varianten und Zusammenhängen. Aber was heißt es überhaupt? Wie kann man diesen Begriff definieren und was für Auswirkungen hat es, sich als „autonom“ zu bezeichnen?

Der Begriff

Autonomie kommt aus dem Altgriechischen und heißt so viel wie „Selbstgesetzlichkeit“ direkt übersetzt, aber man kann es auch mit „Selbstbestimmung“ oder „Eigenständigkeit“ übersetzen und das trifft auch gut das Wesen dieses Wortes.

Was es bedeutet

Man handelt für sich, man trifft seine eigenen Entscheidungen, man versorgt sich selbst und man lässt sich nichts von anderen sagen oder vorschreiben. Das ist das Wesen der Autonomie. Man macht sich höchstens selbst seine Regeln und ist der eigene Herr. Man erwartet nichts von anderen und man will ihnen auch nur das zugestehen, was man selbst bereit ist, zu geben und zu leben.

Zunehmend ist es auch ein politischer Kampfbegriff geworden und Gruppen von sehr links und sehr rechts verstehen sich als autonom agierende Gruppen, die sich nichts sagen lassen, nicht mit anderen vernetzt sind und die Gesetze des Staates nicht akzeptieren, weil sie nach ihren eigenen Wertvorstellungen leben und nur diese für sich akzeptieren können.

Eine gezielte Provokation

Besonders wenn es um Gebiete geht, so kann der Begriff „Autonomie“ als problematisch und provokant angesehen werden und das soll auch genau solche Reaktionen auslösen. Es ist eine Kampfansage an die Staatsstruktur als solche, an die Gebietseinteilung, an das politische System. Immer wieder kommt es so zu separatistischen Konflikten und gar zu Bürgerkriegen, weil sich Regionen als „autonom“ verstehen gesehen wollen und so kommt es zu Konflikten, kommt es zu neuen Regelungen in einer Verfassung, wenn der Konflikt sich in eine gewisse Richtung verschiebt.

Inzwischen kein neutraler Begriff mehr

Heute sollte man einfach sagen, dass man selbstständig ist oder eigenständig, denn durch die oben genannten Beispiele ist der Begriff der Autonomie in ein gewisses Gewand gehüllt und man kann ihn kaum noch in einem neutralen Zusammenhang erwähnen. Man kann nicht sagen, dass man ein autonomer Mensch sei. Oder überhaupt etwas von Autonomie was hält. Man würde sofort in eine gewisse politische Schublade gepackt, ob nun wegen Regionalstreitigkeiten oder man würde eine gewisse Vorliebe für Demonstrationen und Gewalt vorgehalten bekommen. Also ist es hier besser, sich nicht so zu bezeichnen. Es ist ein politischer Kampfbegriff geworden.

Trotzdem gut, nicht alles zu akzeptieren

Dennoch hat das Wesen der Autonomie etwas für sich. Nicht fremdbestimmt sein, sein eigenes Leben leben, seine eigenen Erfahrungen machen. Wir nabeln uns von den Eltern ab und man muss auch nicht jeden Wert der Gesellschaft teilen. Man sollte sich seine eigenen Gedanken machen und danach handeln, denn nur so kann man wirklich glücklich und zufrieden werden und wissen, was man will, was man machen kann und was einem wirklich liegt. Selbst etwas tun, sich selbst Beschränkungen und Gesetze geben. Das ist die große Kunst, um in einer freien Gesellschaft leben zu können und so etwas zu erreichen, was für alle Menschen das beste ist.

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