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Was bedeuten „Sanktionen“? – Aufklärung, Beispiele & Synonyme

Was bedeuten "Sanktionen

Sowohl im Bereich der Politik, als auch im Strafrecht sowie dem Vertragsrecht wird man häufig mit angedrohten Sanktionen konfrontiert. Doch welche Sanktionen gibt es und was versteht man unter einer Sanktion?

Wortherkunft

Das Wort Sanktion hat seinen Ursprung im lateinischen, wo es sich von sanctio ableitet. Übersetzt bedeutet dies so viel wie Strafartikel, Vorbehalt und Strafgesetz. Weiterhin gibt es das Verb sancire, ebenfalls vom Lateinischen. Hierunter versteht sich das Anerkennen, bei Strafe verbieten, heiligen sowie bestätigen. Sanktionen stehen dabei für das Brechen von Rechten und Pflichten und allgemein gültigen Regeln. Im Falle von Gesetzesverstößen stellen Sanktionen eine Gegenmaßnahme dar, um das Verhalten zu rügen. Sanktionen gibt es dabei seit vielen Jahren, um die Bevölkerung zu den gewünschten Verhaltensweisen zu bringen.

Bei Sanktionen handelt es sich dabei um die Mehrzahl von Sanktion.

Was sind Sanktionen?

Unter Sanktionen versteht man vereinfacht gesagt eine Maßnahme, durch die ein rechtlich konformer Zustand wieder herbeigeführt werden soll. Hierbei können sich die Sanktionen sowohl auf gesamte Staaten und die jeweiligen Vertreter beziehen, wodurch das Unterlassen eines bestimmten Verhaltens erfolgen soll. Durch eine angedrohte Sanktion werden bestimmte Verhaltensweisen damit unter Zwang hervorgerufen. Die Sanktion stellt dabei zum großen Teil die letzte Wahl dar, um einen Zustand wieder zu ändern.

Sanktionen können jedoch auch bei Privatpersonen erfolgen. Hierdurch stellt die Sanktion eine Rechtsfolge für ein strafrechtliches Verhalten da oder kann auch Bezug auf ein vertragswidriges Verhalten nehmen.
Eine Sanktion soll dabei vor allem im strafrechtlichen Sinne den Zweck haben, ein strafbares Verhalten abzuwenden, sodass es nicht zu einer Wiederholung einer bestimmten Tat kommt. Demnach kann die Sanktion auf viele unterschiedliche Wege erfolgen. Hierunter fällt beispielsweise der Gefängnisaufenthalt oder auch das Aussetzen einer Strafe auf Bewährung, um nochmals eine Chance zu bekommen.
Bei Vertragsbrüchen erfolgen Sanktionen dabei häufig im Ausmaß von Geldstrafen oder beispielsweise von dem Verlust des Versicherungsschutzes.

Sanktionen haben dabei jedoch nicht nur eine negative Wirkung im Sinne einer Bestrafung. Sie sollen den Betroffenen Personen auch die Chance geben, ihr Verhalten zu bessern und eine Veränderung zu erwirken.

Synonyme

Als häufig genutztes Synonym kommt dabei die Strafe in Betracht. Sanktionen werden allerdings auch als Zwangsmaßnahmen beschrieben. Auch Maßregelungen, Gegenmaßnahmen sowie Abstrafungen und Druckmittel kommen als Synonym in Betracht.

Beispiele von Sanktionen

1. Im Falle eines Verstoßes gegen die Vertragsbedingungen erfolgt eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 EUR.

In diesem Bezug bezieht sich die Sanktion auf das Vertragsrecht. Im Falle eines Bruches gegen die Bestandteile des Vertrages erfolgt eine Geldstrafe.
Die Sanktion stellt somit die Geldbuße dar.

2. Bei schweren Verstößen gegen das Strafgesetzbuch erfolgt eine Haftstrafe.

Im Strafgesetzbuch sind alle Verstöße im strafrechtlichen Sinne abschließend geregelt. Wird gegen einen dieser Paragraphen verstoßen, kann es im falle eines schweren Verstoßes zu einer Haftstrafe kommen. Die Haftstrafe stellt in diesem Bezug jedoch nicht nur die Bestrafung in den Vordergrund, sondern soll gleichzeitig eine positive Maßnahme sein. Durch eine Haftstrafe werden rechtswidrige Verhaltensweisen ausgebessert, sodass die Betroffenen nach ihrer Entlassung nicht wieder zu einem strafrechtlichen Verhalten neigen.

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