Skip to content
Fachwort24.com » Sprüche/Phrasen » Arschkalt – Bedeutung der Redewendung & was heißt das?

Arschkalt – Bedeutung der Redewendung & was heißt das?

Arschkalt - Bedeutung der Redewendung & was heißt das

Arschkalt setzt sich aus den Worten „Arsch“ und „kalt“ zusammen. Der „Arsch“ wird umgangssprachlich für das Gesäß verwendet. Synonyme sind „Hintern“, „Hinterteil“ oder „Popo“. Diese werden nicht im Bezug auf die Temperatur oder Witterung, die „kalt“ beschreibt, verwendet. Genutzt wird der umgangssprachliche Ausdruck vor allem in der Jugendsprache.

Arschkalt – typische Redewendungen

„Draußen ist es arschkalt“ oder „Heute ist es mal wieder richtig arschkalt draußen“ sind typische Redewendungen in der Alltagssprache. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass die Außentemperatur niedrig ist. Außerdem wird damit die Innentemperatur ausgedrückt, wenn die Zimmertemperatur niedriger als die empfohlene Raumtemperatur von 18 Grad ist. Abhängig ist das vom physischen Empfinden einer Person, die sich im Außen- oder Innenbereich befindet.

Weitere Redewendungen sind „Der Sommer ist dieses Jahr arschkalt“, womit zum Ausdruck gebracht wird, dass die Sommertemperatur nicht der durchschnittlichen Wärme entspricht. Insgesamt beziehen sich solche Redewendungen immer auf die tagesaktuelle Temperatur.

Arsch als extreme Beschreibung

Menschen haben in der Alltagssprache oft die Angewohnheit, Situationen oder Dinge mit kräftigen umgangssprachlichen Worten zu beschreiben. Sie möchten damit die Extremität dessen herausstellen, die für alle unmissverständlich ist. Das Wort wird der einfachen Alltagssprache entnommen, damit eine breite Masse der Bevölkerung die Beschreibung auf Anhieb versteht. Fremdwörter werden nicht von allen verstanden, was oft zu Missverständnissen führt. Das Verständnis für Fremdwörter ist vom Bildungsgrad einer Person abhängig.

Alternative Redewendungen zur Beschreibung einer niedrigen Temperatur im Außen- oder Innenbereich sind unter anderem:

  • „Draußen ist es extrem kalt“
  • „Hier ist es schweinekalt“
  • „Heute ist es richtig bitterkalt“

Kälte ist empfindlich

„Mir ist arschkalt“ beschreibt das Empfinden eines Menschen, der die Temperatur in seiner direkten Umgebung als kalt wahrnimmt, welches unter Umständen ein unangenehmes Gefühl wie Frieren auslöst. Menschen empfinden die Temperatur unterschiedlich. Das hängt mit der Fettschicht der Haut zusammen, die den Körper vor Kälte schützt. Menschen mit einer geringeren Fettschicht in der Haut frieren schneller und empfinden niedrige Temperaturen durchaus intensiver. Sie frieren häufig bereits bei milden Temperaturen, während andere diese als angenehm beschreiben.

Des Weiteren ist die Herkunft eines Menschen maßgeblich für das Kälteempfinden. Wer aus wärmeren südlichen Gefilden stammt und in Mitteleuropa lebt, der empfindet die kühleren Temperaturen häufig als „arschkalt“. Obwohl sich der Körper an die Temperaturen seiner Umgebung nach längerem Aufenthalt gewöhnt. Andersherum ist es bei Menschen, die in kälteren Gebieten wie Skandinavien leben. Reisen sie nach Mittel- oder Südeuropa, fühlen sie sich auch bei kühleren Temperaturen wohl.

Arschheiß hat sich eingebürgert

Der krasse Gegensatz zu „arschkalt“ ist „arschheiß“, wenngleich „arschheiß“ wesentlich weniger in der Alltagssprache genutzt wird, ist es im Sprachgebrauch eingebürgert. „Arschheiß“ ist auf die steigenden Temperaturen, die unter anderem durch den Klimawandel zustande kommen, bezogen. Es gibt extrem heiße Tage im Sommer, die für manche unerträglich sind. Während Menschen aus südlichen Ländern an extrem heiße Temperaturen im Sommer gewöhnt sind, haben sich Mittel- und Nordeuropäer noch immer nicht an die extrem heißen Tage zu der Jahreszeit gewöhnt.

Arschkalt als emotionale Beschreibung

„Arschkalt“ wird außerdem zur Beschreibung einer Emotion eines Menschen verwendet. „Der reagierte arschkalt“ drückt aus, dass eine männliche Person emotional gleichgültig auf ein Ereignis reagierte. Das kann beispielsweise die Mitteilung eines tragischen Ereignisses sein, auf das die Person mit „Mir doch scheißegal“ reagiert. Außenstehende beschreiben mit der Verwendung von „arschkalt“ die fehlende Empathie im Bezug auf das geschilderte Ereignis.

Hat dir der Beitrag gefallen?